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SuperAgers in den 80ern mit dem Gedächtnis von 50-Jährigen: Was Forscher herausfanden

SuperAgers in den 80ern mit dem Gedächtnis von 50-Jährigen: Was Forscher herausfanden

Eine seltene Gruppe von Erwachsenen über 80, bekannt als SuperAgers, kann sich genauso gut erinnern wie Menschen in ihren 50ern und stellt damit die Annahme in Frage, dass Gedächtnisverlust unvermeidlich ist. Wissenschaftler verstehen jetzt, warum: Ihre Gehirne widerstehen den typischen Alzheimer-Schäden oder sind widerstandsfähig dagegen.

Die Forschung

Seit über 25 Jahren untersuchen Forscher der Northwestern Medicine Menschen ab 80, die bei Gedächtnistests Leistungen erbringen, die mit denen von mindestens 30 Jahre jüngeren Personen vergleichbar sind. Das Team unter der Leitung von Dr. Sandra Weintraub von der Northwestern University Feinberg School of Medicine analysierte 290 Teilnehmer und 77 gespendete Gehirne. Die Ergebnisse wurden in Alzheimer’s & Dementia: The Journal of the Alzheimer’s Association veröffentlicht.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass außergewöhnliches Gedächtnis im Alter nicht nur möglich ist, sondern mit einem ausgeprägten neurobiologischen Profil zusammenhängt“, sagte Weintraub. SuperAgers erreichen mindestens 9 von 15 Punkten beim verzögerten Wortabruf – auf dem Niveau von Menschen in ihren 50ern und 60ern. Ihre Gehirne zeigen kaum bis keine Ausdünnung der Hirnrinde; bei einigen ist der anteriore cinguläre Kortex sogar dicker als bei jüngeren Erwachsenen. Sie haben auch mehr von Economo-Neuronen, die mit sozialem Verhalten in Verbindung stehen, und größere entorhinale Neuronen, die für das Gedächtnis entscheidend sind.

Bemerkenswerterweise wiesen einige SuperAger-Gehirne Amyloid- und Tau-Proteine (Plaques und Tangles) auf, die mit Alzheimer assoziiert werden, während andere keine zeigten. „Eins ist Widerstand: Sie bilden die Plaques und Tangles nicht. Zwei ist Widerstandsfähigkeit: Sie bilden sie, aber sie tun ihrem Gehirn nichts“, erklärte Weintraub.

Warum es wichtig ist

Diese Ergebnisse legen nahe, dass kognitiver Abbau nicht unvermeidlich ist. Durch die Identifizierung biologischer und verhaltensbezogener Muster, die mit dem SuperAging verbunden sind, hoffen die Forscher, Strategien zur Stärkung der kognitiven Widerstandsfähigkeit und zur Verringerung des Demenzrisikos zu entwickeln. Zum Beispiel sind die meisten SuperAgers sehr sozial und pflegen enge Beziehungen, was darauf hindeutet, dass soziales Engagement das Gehirn schützen könnte.

Was Sie tun können

Sie können Ihre Gehirnbiologie zwar nicht vollständig kontrollieren, aber Sie können Gewohnheiten annehmen, die mit dem SuperAging zusammenhängen: Bleiben Sie sozial aktiv, fordern Sie Ihren Geist regelmäßig heraus und pflegen Sie einen gesunden Lebensstil. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, Ihr Gedächtnis im Alter zu bewahren.

Quelle: ScienceDaily Mind & Brain

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