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Schlaganfall-Schweregrad steht in direktem Zusammenhang mit Demenzrisiko: 30-Jahres-Studie

Schlaganfall-Schweregrad steht in direktem Zusammenhang mit Demenzrisiko: 30-Jahres-Studie

Eine neue Studie über 30 Jahre und mehr als 42.000 Erwachsene hat einen klaren Dosis-Wirkungs-Zusammenhang bestätigt: Je schwerer ein Schlaganfall, desto höher das Risiko, an Demenz zu erkranken. Überlebende schwerer Schlaganfälle haben ein fünffach erhöhtes Demenzrisiko im Vergleich zu Personen, die nie einen Schlaganfall hatten, während selbst leichte Schlaganfälle das Risiko verdoppeln.

Die Forschung

Forschende der Michigan Medicine analysierten Gesundheitsdaten von mehr als 42.000 amerikanischen Erwachsenen, darunter etwa 1.500 Schlaganfall-Überlebende, die bis zu drei Jahrzehnte lang beobachtet wurden. Unter der Leitung von Dr. Deborah A. Levine veröffentlichte das Team seine Ergebnisse in JAMA Network Open. Sie fanden heraus, dass das Demenzrisiko stufenweise mit der Schwere des Schlaganfalls anstieg: etwa 2-fach nach einem leichten Schlaganfall, 3-fach nach einem mittelschweren und 5-fach nach einem schweren Schlaganfall. Auch der kognitive Abbau beschleunigte sich: Überlebende mittelschwerer bis schwerer Schlaganfälle zeigten eine Hirnalterung, die einem um 2,6 Jahre höheren Ausgangsalter entsprach. Dr. Mellanie Springer merkte an, dass selbst leichte Schlaganfälle die kognitive Reserve schwächen und das Gehirn weniger in der Lage ist, altersbedingte Einbußen auszugleichen.

Warum es wichtig ist

Diese Studie unterstreicht, dass jeder Schlaganfall – selbst ein leichter – langfristige kognitive Folgen hat. Für den Durchschnittsbürger betont sie die Bedeutung der Schlaganfallprävention sowie der Überwachung der kognitiven Gesundheit nach einem Schlaganfall. Die kognitive Reserve des Gehirns leidet unter jedem zerebrovaskulären Ereignis, was es später schwieriger macht, Demenz abzuwehren. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass ein aggressives Management vaskulärer Risikofaktoren die langfristige Gehirngesundheit schützen könnte.

Was Sie tun können

Um Ihr Gehirn zu schützen, kontrollieren Sie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin auf optimale Werte. Wenn Sie Vorhofflimmern haben, nehmen Sie gerinnungshemmende Medikamente wie verschrieben ein. Diese Maßnahmen verhindern nicht nur erste Schlaganfälle, sondern reduzieren auch das Risiko von zweiten Schlaganfällen, die oft einen raschen kognitiven Abbau auslösen. Bleiben Sie geistig aktiv – fordern Sie Ihr Gehirn mit Rätseln, Lernen und körperlicher Bewegung, um die kognitive Reserve aufzubauen.

Quelle: Neuroscience News

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