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Langer Schlaf mit Alzheimer-Blutprotein p-tau181 verbunden

Langer Schlaf mit Alzheimer-Blutprotein p-tau181 verbunden

Eine neue Studie zeigt, dass regelmäßiges Schlafen von 8,5 Stunden oder mehr pro Nacht mit höheren Blutwerten eines wichtigen Alzheimer-Proteins verbunden ist, selbst nach Berücksichtigung anderer Gesundheitsfaktoren.

Die Forschung

Ein Team unter der Leitung von Dr. Vanessa M. Young von UT Health San Antonio analysierte Daten von 2.410 Teilnehmern der Framingham Heart Study. Mithilfe ausgefeilter nicht-linearer mathematischer Modelle, sogenannter Restricted Cubic Splines, fanden sie heraus, dass das Plasma-p-tau181 – ein typisches Alzheimer-Protein – merklich anzusteigen begann, sobald die Schlafdauer 8,5 bis 9 Stunden pro Nacht erreichte. Nach 10 Stunden stiegen die Werte dramatisch an. Wichtig ist, dass der Zusammenhang auch nach der Adjustierung für Alter, Geschlecht, Schlafapnoe, Depression, Nierenfunktion und den genetischen Risikofaktor APOE ε4 bestehen blieb. Die Studie wurde am 19. Mai in Alzheimer's & Dementia veröffentlicht.

Interessanterweise testete das Team auch drei andere Blutproteine, die mit Hirnschäden in Verbindung stehen, aber nur p-tau181 blieb nach Anpassung an die Nierenfunktion signifikant, was darauf hindeutet, dass es spezifisch mit Alzheimer-Pfaden zusammenhängt.

Warum es wichtig ist

Dr. Young betont, dass es sich um eine Momentaufnahme-Studie handelt, nicht um eine Langzeitstudie. Langes Schlafen verursacht also nicht unbedingt Alzheimer. Stattdessen kann übermäßiger Schlaf ein frühes Verhaltenssymptom sein, während das Gehirn beginnt, stille neurodegenerative Veränderungen zu durchlaufen. Dies baut auf einer Studie des gleichen Teams aus dem Jahr 2025 auf, die ergab, dass Schlafen von 9+ Stunden mit einer langsameren Verarbeitungsgeschwindigkeit und kognitivem Abbau verbunden war, insbesondere bei Menschen mit Depressionen. Wenn Sie oder ein Angehöriger regelmäßig 9 bis 10 Stunden Schlaf benötigen, um sich erholt zu fühlen, könnte dies ein Signal sein, ein Gespräch mit einem Arzt über die Gesundheit des Gehirns und Biomarker-Screening zu führen.

Was Sie tun können

Während Sie Ihre Genetik nicht kontrollieren können, ist die Überwachung Ihrer Schlafmuster ein einfacher Schritt. Wenn sich Ihr Schlafbedarf deutlich erhöht hat, sollten Sie in Betracht ziehen, die Qualität versus Quantität zu verfolgen. Zielen Sie auf 7–9 Stunden qualitativ guten Schlaf pro Nacht ab und besprechen Sie Veränderungen mit Ihrem Arzt. Kognitives Training und regelmäßige geistige Beschäftigung können ebenfalls die Widerstandsfähigkeit des Gehirns unterstützen.

Quelle: Neuroscience News

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