Erstmals haben Wissenschaftler weitverbreitete Defizite der muskarinischen Acetylcholin-M1-Rezeptoren in den lebenden Gehirnen von Menschen mit Schizophrenie direkt gemessen und bestätigt. Mit einem neuartigen PET-Radiotracer fanden Forscher eine Reduktion der M1-Rezeptorverfügbarkeit um 13 % bis 19 % in mehreren kognitiven Regionen und verknüpften diese Defizite mit Gedächtnis- und Lernschwierigkeiten statt mit Positivsymptomen.
Die Forschung
Unter der Leitung von Dr. Deepak C. D'Souza an der Yale University School of Medicine und der VA Connecticut Healthcare System nutzte die im Biological Psychiatry (Juli 2026) veröffentlichte Studie den Radiotracer 11C-LSN3172176, um 20 Schizophrenie-Patienten und 20 gesunde Kontrollpersonen zu scannen. Die Ergebnisse zeigten einen signifikanten M1-Rezeptorverlust in kortikalen und subkortikalen Bereichen – einschließlich Hippocampus, präfrontalem Kortex und Striatum – die für Kognition, Lernen, Gedächtnis und Exekutivfunktionen entscheidend sind. Wichtig ist, dass das Ausmaß des M1-Defizits stärker mit objektiven kognitiven Beeinträchtigungen korrelierte als mit der Schwere der psychotischen Symptome. Diese Arbeit überwindet eine wesentliche Einschränkung früherer Postmortem-Studien, die Medikamenteneffekte oder die Krankheitsdauer nicht ausschließen konnten.
Warum es wichtig ist
Dieser Befund validiert eine bedeutende Verschiebung hin zu nicht-dopaminergen Behandlungen für Schizophrenie. Das Medikament Xanomelin–Trospium (COBENFY™) , kürzlich als erstes Antipsychotikum seit über 70 Jahren zugelassen, das über muskarinische Rezeptoren wirkt, hat nun eine direkte biologische Unterstützung. Für Ihr eigenes Gehirn verdeutlicht das Verständnis der M1-Rezeptoren, wie Acetylcholin Gedächtnis und Konzentration fördert. Während Schizophrenie extreme Defizite mit sich bringt, kann bereits eine leichte M1-Dysfunktion bei gesunden Menschen das Lernen und die Aufmerksamkeit beeinträchtigen – weshalb cholinreiche Lebensmittel und kognitives Training die geistige Schärfe fördern können.
Was Sie tun können
Unterstützen Sie das Acetylcholinsystem Ihres Gehirns auf natürliche Weise: Essen Sie Eier, fettreichen Fisch und Brokkoli (reich an Cholin), machen Sie Gedächtnisübungen und bleiben Sie geistig aktiv. Vermeiden Sie wenn möglich anticholinerge Medikamente (z. B. einige Antihistaminika), da sie die Kognition beeinträchtigen können. Und machen Sie einen kostenlosen IQ-Test, um Ihre eigenen kognitiven Fähigkeiten zu messen – die Verfolgung von Veränderungen im Laufe der Zeit hilft Ihnen zu sehen, was funktioniert.
Quelle: Neuroscience News
Neugierig auf Ihr eigenes Gehirn? Machen Sie unseren kostenlosen adaptiven IQ-Test oder probieren Sie 306 Gehirntrainingsstufen.