Eine neue Studie der University of Virginia zeigt, dass subtile Muster in der elektrischen Aktivität des Gehirns – zuvor als Rauschen abgetan – damit zusammenhängen, wie gut autistische Kinder und Jugendliche im Alltag kommunizieren.
Die Forschung
Die im Juli 2026 in Scientific Reports veröffentlichte Studie analysierte hochauflösende Elektroenzephalographie (EEG)-Aufzeichnungen von über 300 Kindern und Jugendlichen, während sie Sprache hörten. Die Forscher isolierten eine Metrik namens aperiodisches Signal, die das Gleichgewicht zwischen neuronaler Erregung und Hemmung widerspiegelt. Diese Hintergrundaktivität, lange ignoriert, wirkt wie ein Filter, der dem Gehirn hilft, bedeutungsvolle Geräusche von internem Rauschen zu trennen. Das Team fand heraus, dass autistische Teilnehmer mit höherem neuronalen Rauschen signifikant niedrigere Werte bei der funktionalen Kommunikation aufwiesen – der Fähigkeit, Sprache fließend in realen sozialen Situationen zu nutzen. Wichtig ist, dass diese Metrik nicht mit Wortschatzgröße oder Grammatikkenntnissen zusammenhing, sondern spezifisch mit praktischer Kommunikationsflüssigkeit. Das UVA-Team unter der Leitung des Neurowissenschaftlers Kevin Pelphrey arbeitete mit Institutionen wie dem Seattle Children’s Research Institute, der University of Washington, Yale und UCLA zusammen.
Warum es wichtig ist
Für jeden, der neugierig auf Kognition ist, zeigt diese Forschung, wie die Hintergrundaktivität des Gehirns die tägliche Funktion beeinflusst. Neuronales Rauschen ist nicht nur ein Problem bei Autismus; es beeinflusst Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit bei jedem. Das Verständnis der eigenen Gehirneffizienz kann helfen, Lern- und Kommunikationsstrategien anzupassen. Die Studie liefert auch einen neuen objektiven Biomarker für Autismus, der Veränderungen im Laufe der Zeit überwachen oder die Wirkung von Therapien messen kann.
Was Sie tun können
Obwohl ein klinisches EEG für die meisten nicht verfügbar ist, können Sie Ihr Gehirn trainieren, internes Rauschen zu reduzieren – durch Achtsamkeit, Stressabbau und regelmäßigen Schlaf. Kognitive Trainingsspiele, die anhaltende Aufmerksamkeit betonen, können ebenfalls helfen, Ihr Signal zu schärfen. Erkunden Sie Ihre eigenen kognitiven Stärken und Schwächen mit evidenzbasierten Bewertungen.
Quelle: Neuroscience News
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