Für ältere Erwachsene, die nicht regelmäßig trainieren, kann die bloße Teilnahme an Gemeinschaftstreffen das Risiko, eine kognitive Behinderung zu entwickeln, halbieren, wie eine neue Vierjahresstudie zeigt.
Die Forschung
Forscher der Osaka Metropolitan University in Japan analysierten Daten von 2.578 älteren Erwachsenen in Habikino City, die zunächst nicht für Langzeitpflege zertifiziert waren. Über vier Jahre hinweg verfolgten sie, wer an Gemeinschaftstreffpunkten teilnahm – wo Bewohner Gruppenaktivitäten wie leichte Bewegung und Geselligkeit leiten – und wer eine kognitive Behinderung entwickelte, mithilfe einer Überlebensanalyse.
Das wichtigste Ergebnis: Unter denjenigen ohne regelmäßige Bewegungsgewohnheiten hatten Teilnehmer an Gemeinschaftstreffen ein etwa 50 % geringeres Risiko für kognitive Behinderung im Vergleich zu Nicht-Teilnehmern. Bei älteren Erwachsenen, die bereits regelmäßig trainierten, bot die Teilnahme an diesen Treffen jedoch keine zusätzliche statistisch signifikante Risikoreduktion.
Sekundäranalysen zeigten auch, dass Gemeinschaftsaktivitäten den körperlichen Funktionsabbau bei bewegungsarmen älteren Erwachsenen verlangsamten, was sowohl körperliche als auch kognitive Vorteile nahelegt.
„Diese Ergebnisse unterstützen eine wachsende Richtung in der Präventionspolitik für Langzeitpflege, die Teilnahmemöglichkeiten schafft, die für ältere Erwachsene zugänglich sind, denen regelmäßige Bewegung schwerfällt“, sagte außerordentlicher Professor Kazuki Uemura, der die Studie leitete.
Warum es wichtig ist
Diese Studie zeigt, dass soziale Interaktion in Kombination mit leichter körperlicher Aktivität ein wirksames Instrument zum Schutz der Gehirngesundheit sein kann, insbesondere für Menschen, die bewegungsarm oder gebrechlich sind. Sie legt nahe, dass selbst wenn Sie nicht ins Fitnessstudio gehen, der Beitritt zu einer Gemeinschaftsgruppe – wie einem Wandertreff, einem Hobbykurs oder einer Seniorenaktivität – Ihr Risiko für kognitiven Abbau erheblich senken könnte.
Für die Gehirngesundheit ist es nicht alles oder nichts; zugängliche soziale und leichte körperliche Aktivitäten bieten konkrete Vorteile.
Was Sie tun können
Wenn Sie nicht regelmäßig trainieren, suchen Sie nach Gemeinschaftstreffen in Ihrer Nähe – Bibliotheken, Seniorenzentren, Gemeindezentren oder religiöse Organisationen veranstalten oft Gruppenaktivitäten. Versuchen Sie, mindestens einmal pro Woche teilzunehmen. Wenn Sie bereits trainieren, machen Sie weiter und erwägen Sie, eine soziale Komponente für das allgemeine Wohlbefinden hinzuzufügen.
Quelle: Neuroscience News
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