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KI-Sprachanalyse prognostiziert psychische Gesundheitsrisiken bei Teenagern

KI-Sprachanalyse prognostiziert psychische Gesundheitsrisiken bei Teenagern

Modelle der natürlichen Sprachverarbeitung (NLP), die analysieren, wie Kinder über stressige Ereignisse sprechen, können zukünftige psychische Gesundheitsprobleme genauer vorhersagen als menschliche Experten, so eine neue Studie.

Die Forschung

Forscher der Stanford University, geleitet von Chase Antonacci und Professor Ian Gotlib, veröffentlichten ihre Ergebnisse in Nature Mental Health. Sie verwendeten vier NLP-Algorithmen, um audioaufgezeichnete Interviews von über 200 Kindern im Alter von 9 bis 13 Jahren auszuwerten. Die Kinder diskutierten stressige Lebensereignisse, und die Modelle analysierten ihre Sprachmuster. Sechs Jahre später sagten diese Modelle genau voraus, welche Kinder psychische Erkrankungen entwickelten, und übertrafen damit ein Gremium klinischer Experten, die standardisierte Bewertungen verwendeten.

Entscheidend war, dass der Stil der Sprache – wie Kinder Funktionswörter wie Konjunktionen, Präpositionen und Pronomen verwendeten – aussagekräftiger war als der Inhalt dessen, was sie sagten. Die Forscher verwandelten kostengünstige, nicht-invasive Sprachaufnahmen in prädiktive Biomarker und bieten damit eine skalierbare Möglichkeit, Risiken Jahre vor dem Auftreten von Symptomen zu identifizieren.

Warum es wichtig ist

Die Adoleszenz ist ein kritisches Zeitfenster für das Auftreten von Angstzuständen und Depressionen, und frühe Interventionen können Leben verändern. Traditionelle Risikobewertungsmethoden wie Cortisolmessungen oder Telomerlängen sind invasiv oder kostspielig. Sprachanalyse ist einfach, zugänglich und potenziell leistungsfähiger. Diese Forschung eröffnet die Möglichkeit eines passiven Smartphone-basierten Stimm-Screenings während der frühen Teenagerjahre, einer Zeit, in der psychische Probleme oft auftreten.

Für jeden, der neugierig auf seine eigene kognitive Gesundheit ist, unterstreicht diese Studie, dass alltägliche Sprachmuster subtile Hinweise auf das psychische Wohlbefinden enthalten können. Obwohl es sich nicht um ein diagnostisches Werkzeug handelt, zeigt es, wie Sprache unsere inneren Zustände widerspiegelt.

Was Sie tun können

Sie können sich Ihrer eigenen Sprachmuster bewusster werden. Achten Sie darauf, wie Sie über Herausforderungen sprechen – verwenden Sie viele absolute Wörter wie „immer“ oder „nie“? Üben Sie, negative Aussagen umzuformulieren. Dies wird zwar keine psychische Gesundheit vorhersagen, kann aber Ihre kognitive Flexibilität verbessern. Für ein tieferes Verständnis Ihrer kognitiven Stärken ziehen Sie in Betracht, einen validierten IQ-Test zu machen.

Quelle: Neuroscience News

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