Wissenschaftler haben eine neue Art von Plaques bei Alzheimer entdeckt, die sich in Neuronen bilden, möglicherweise früher als die klassischen Amyloid-Plaques, und ein wichtiges Ziel für frühe Interventionen sein könnten.
Die Forschung
Ein Team der University of Minnesota, geleitet von Professor Paul Robbins und Erstautorin Xiuli Dan, veröffentlichte Ergebnisse in Nature Neuroscience, in denen sie sogenannte "mitochondriale Plaques" beschreiben. Diese Strukturen befinden sich in Mitochondrien von Neuronen sowohl in präklinischen Modellen als auch in menschlichem Gehirngewebe von Alzheimer-Patienten.
Anders als traditionelle Beta-Amyloid-Plaques, die sich außerhalb von Zellen ansammeln, sind mitochondriale Plaques intrazellulär und enthalten hohe Konzentrationen von Amyloid-Vorläuferprotein (APP). Die Forscher fanden heraus, dass diese Plaques unabhängig von den klassischen Plaques entstehen und möglicherweise in den frühesten, präklinischen Stadien der Krankheit auftreten, möglicherweise bevor sich Beta-Amyloid-Plaques entwickeln.
Mit fortschreitender Alzheimer-Krankheit kollokalisieren mitochondriale Plaques oft mit traditionellen Plaques, was darauf hindeutet, dass sie als Keime oder Katalysatoren für die extrazelluläre Amyloid-Pathologie wirken könnten. Die Studie wurde vom National Institute on Aging finanziert und umfasst die Zuschüsse U19 AG056278 und U54 AG079754.
Warum es wichtig ist
Diese Entdeckung stellt den lang gehegten Fokus auf extrazelluläre Amyloid-Plaques als Haupttreiber von Alzheimer in Frage. Mitochondriale Plaques beeinträchtigen direkt die energieproduzierenden Maschinen in Neuronen, was früher Schäden verursachen könnte als bisher angenommen. Für alle, die sich um die Gesundheit ihres Gehirns sorgen, eröffnet dies einen neuen Weg, um zu verstehen, wie Alzheimer beginnt und wie man früher eingreifen kann.
Obwohl dies Grundlagenforschung ist, zeigt es, dass die Biochemie von Alzheimer komplexer ist als einst angenommen. Zukünftige Schritte umfassen die Entwicklung von Biomarkern für mitochondriale Plaques und das Screening nach Medikamenten, die deren Ansammlung verhindern können.
Was Sie tun können
Es gibt zwar keinen bewiesenen Weg, Alzheimer zu verhindern, aber Sie können Ihre Gehirngesundheit unterstützen, indem Sie körperlich aktiv bleiben, sich mediterran ernähren und Ihren Geist mit Rätseln und Lernen beschäftigen. Diese Gewohnheiten können dazu beitragen, kognitive Reserven aufzubauen, die den Ausbruch von Symptomen verzögern könnten.
Quelle: Neuroscience News
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