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Krebsgenmutationen könnten Alzheimer fördern: Neue Studie

Mutationen, die mit Blutkrebs in Verbindung gebracht werden, könnten auch die Alzheimer-Krankheit antreiben, so eine neue Studie des Boston Children's Hospital, die in Cell veröffentlicht wurde. Die unerwartete Entdeckung öffnet die Tür für ein blutbasiertes Screening und die Umwidmung von Krebsmedikamenten für Alzheimer.

Die Forschung

Forscher unter der Leitung von Christopher Walsh, MD, PhD, Leiter der Abteilung für Genetik und Genomik am Boston Children's Hospital, analysierten 149 krebsauslösende Gene in Gehirngewebe von 190 Alzheimer-Patienten und 121 gesunden Kontrollpersonen. Sie fanden heraus, dass Alzheimer-Gehirne mehr Einzelbuchstaben-DNA-Veränderungen aufwiesen, mit wiederkehrenden Mutationen in fünf spezifischen Krebs-Treibergenen.

Diese Mutationen traten in Mikroglia auf, den Immunzellen des Gehirns. Überraschenderweise wurden dieselben Mutationen auch in Blutzellen derselben Alzheimer-Patienten gefunden, was darauf hindeutet, dass diese Zellen ins Gehirn wandern. Das Team schlägt vor, dass Alter oder Verletzungen die Blut-Hirn-Schranke schwächen und es Immunzellen mit Krebsmutationen ermöglichen, einzudringen und sich in mikrogliaähnliche Zellen zu verwandeln. Diese mutierten Zellen könnten eine entzündungsfördernde Umgebung schaffen, Neuronen schädigen und das Fortschreiten von Alzheimer beschleunigen.

Warum es wichtig ist

Diese Entdeckung legt nahe, dass ein Bluttest Mutationen identifizieren könnte, die mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden sind, da Gehirngewebe bei lebenden Patienten nicht leicht zugänglich ist. Darüber hinaus könnten bestehende Krebsmedikamente, die auf diese Mutationen abzielen, zur Behandlung von Alzheimer umfunktioniert werden. "Wir stellen fest, dass die Alzheimer-Krankheit bis zu einem gewissen Grad ein wenig wie Krebs ist", sagt Walsh.

Was Sie tun können

Obwohl dies eine frühe Forschung ist, können Sie proaktive Schritte für die Gehirngesundheit unternehmen: eine ausgewogene Ernährung beibehalten, regelmäßig Sport treiben und sich kognitiven Herausforderungen stellen. Bleiben Sie über zukünftige Bluttests informiert, die auf diese Mutationen screenen könnten.

Quelle: ScienceDaily Mind & Brain

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