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BCI-Neurofeedback verstärkt Gehirnwellen zur besseren Fehlererkennung

BCI-Neurofeedback verstärkt Gehirnwellen zur besseren Fehlererkennung

Eine neue Studie zeigt, dass nicht-invasives Training mit einer Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI) das perzeptuelle Lernen beschleunigen kann, indem es das eigene Fehlererkennungssignal des Gehirns direkt verstärkt – die Fehlerpositivitätswelle (Pe).

Die Forschung

Forscher von Wiley, die im Juli 2026 in Advanced Science veröffentlichten, testeten, ob Echtzeit-Feedback der elektrischen Hirnaktivität die Fähigkeit von Menschen verbessern kann, subtile visuomotorische Fehler zu erkennen. Die Teilnehmer verwendeten einen Joystick, um einen Cursor entlang einer geraden Linie auf ein Ziel zu führen, während die Forscher zufällig winzige Rotationen in die Flugbahn des Cursors einfügten. Traditionelles Verhaltenstraining – bei dem die Teilnehmer erfuhren, ob sie einen Fehler gemacht hatten – verbesserte die Erkennung der kleinsten Rotationen nicht.

Die BCI-Gruppe erhielt dagegen ein direktes Feedback zu ihren Gehirnwellen. Ein Elektroenzephalogramm (EEG) überwachte das Fehlerpositivitätssignal (Pe), eine positive Gehirnwelle, die auftritt, wenn jemand sich eines Fehlers bewusst wird. Wenn die Pe-Welle nach einem Fehler ausschlug, zeigte das BCI eine visuelle Bestätigung auf dem Bildschirm. Über fünf Tage hinweg wuchs die Amplitude der Pe-Welle stetig, und die BCI-Gruppe wurde deutlich besser darin, die winzigen Rotationen zu erkennen, und übertraf die Verhaltensgruppe. Fortgeschrittene EEG-Quellenlokalisierung ergab, dass dieses Lernen durch eine verbesserte Koordination zwischen frontalen exekutiven Netzwerken und parietalen visuospatialen Netzwerken vorangetrieben wurde.

Warum es wichtig ist

Diese Studie zeigt, dass das Gehirn trainiert werden kann, um seine eigenen Fehlerwahrnehmungssysteme zu stärken. Für alle, die ihre Präzision bei anspruchsvollen Aufgaben verbessern möchten – sei es beim Autofahren, bei Operationen oder bei der Vermeidung von Stürzen im Alter – bietet BCI-Neurofeedback einen sicheren, nicht-pharmakologischen Weg, die Leistung zu steigern. Anders als stimulierende Medikamente hat dieser Ansatz keine Nebenwirkungen oder Abhängigkeitsrisiken. Die Ergebnisse deuten auch auf mögliche klinische Anwendungen hin, beispielsweise bei Patienten mit neuropsychiatrischen Erkrankungen, die Schwierigkeiten mit der Fehlerüberwachung haben.

Was Sie tun können

Während kommerzielle BCI-Geräte noch nicht Mainstream sind, können Sie achtsames Erkennen von Fehlern im Alltag üben. Halten Sie nach einem Fehler inne und nehmen Sie bewusst wahr, dass Sie den Fehler bemerkt haben – das könnte helfen, Ihre eigene Pe-Reaktion zu stärken. Für gezieltes Training sollten Sie einen Blick auf die aufkommenden Neurofeedback-Tools werfen, die immer erschwinglicher werden.

Quelle: Neuroscience News

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