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Deep-Learning-Modell imitiert menschliche mentale Rotation aus VR-Experimenten

Deep-Learning-Modell imitiert menschliche mentale Rotation aus VR-Experimenten

Ein neues Deep-Learning-Modell der mentalen Rotation – der Fähigkeit, Objekte aus verschiedenen Blickwinkeln zu vergleichen – stimmt laut einer auf arXiv veröffentlichten Studie von Forschern der University of Toronto und mehreren europäischen Institutionen eng mit der menschlichen Leistung und den Reaktionszeiten überein. Das Modell, das aus drei gestapelten Komponenten besteht, wurde mittels Virtual-Reality-Experimenten validiert, bei denen die Teilnehmer Objekte manchmal selbst manipulieren konnten.

Die Forschung

Raymond Khazoum, Daniela Fernandes, Aleksandr Krylov, Qin Li und Stephane Deny entwarfen ein mechanistisches Modell der mentalen Rotation, das drei Komponenten kombiniert: einen äquivarianten neuronalen Encoder, der aus Bildern 3D-Raumrepräsentationen erstellt, einen neuro-symbolischen Objekt-Encoder, der diese Repräsentationen in symbolische Beschreibungen umwandelt, und einen neuronalen Entscheidungsagenten, der diese Beschreibungen vergleicht und über einen rekurrenten Pfad Rotationssimulationen im 3D-Latenzraum vorschreibt. Das Team verwendete VR-Experimente (Stichprobengröße nicht im Abstract angegeben), bei denen die Teilnehmer Objekte zum Vergleich manipulieren konnten, um die bestehende experimentelle Literatur zu ergänzen. Das Modell erfasste die Leistung, Reaktionszeiten und das Verhalten der Teilnehmer sowohl in ihren eigenen als auch in fremden Experimenten. Ablationsstudien zeigten, dass jede Komponente für die Genauigkeit des Modells notwendig ist.

Warum es wichtig ist

Mentale Rotation ist eine zentrale kognitive Fähigkeit, die mit räumlichem Denken, MINT-Leistung und alltäglichen Aufgaben wie Navigation oder Möbelmontage verbunden ist. Zu verstehen, wie das Gehirn dies bewerkstelligt, kann zu besseren Gehirntrainingsprogrammen führen. Diese Forschung legt nahe, dass das Gehirn eine Kombination aus tiefen neuronalen Repräsentationen und symbolischem Denken verwendet – ein hybrider Ansatz, der effizienter ist als reines Deep Learning. Für die Leser bedeutet dies, dass mentale Rotation möglicherweise durch Üben sowohl visueller Rotation als auch symbolischen Denkens trainierbar ist.

Was Sie tun können

Üben Sie mentale Rotation mit einfachen 2D- oder 3D-Formvergleichen, wie sie in räumlichen Denkrätseln vorkommen. Versuchen Sie, Objekte in Gedanken zu drehen, bevor Sie sie physisch bewegen – dies stärkt die neuronalen Pfade, die das Modell simuliert. Die IQGenio-Plattform bietet räumliche Denkübungen, die Ihnen helfen, sich zu verbessern.

Quelle: arXiv q-bio.NC

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