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Kognitives Schnelligkeitstraining könnte Demenzrisiko Jahrzehnte später reduzieren

Kognitives Schnelligkeitstraining könnte Demenzrisiko Jahrzehnte später reduzieren

Kognitives Schnelligkeitstraining im mittleren Alter könnte mit einem reduzierten Demenzrisiko bis zu zwei Jahrzehnte später verbunden sein, wie neue Forschungsergebnisse von Johns Hopkins Medicine zeigen.

Die Forschung

Forscher von Johns Hopkins Medicine führten eine Langzeitstudie durch, die Tausende von Teilnehmern über 20 Jahre verfolgte. Die in einer peer-reviewed Zeitschrift veröffentlichte Studie untersuchte, wie spezifische kognitive Trainingsinterventionen im mittleren Alter die Demenzinzidenz in späteren Jahren beeinflussten.

Das Forschungsteam unter Leitung von kognitiven Neurowissenschaftlern bei Johns Hopkins analysierte Daten von Teilnehmern, die kognitive Schnelligkeitsübungen absolvierten, die darauf ausgelegt waren, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Reaktionszeit zu verbessern. Diese Übungen umfassten Aufgaben, die schnelle visuelle Verarbeitung und schnelle Entscheidungsfindung erforderten.

Die Ergebnisse zeigten, dass Teilnehmer, die regelmäßig kognitives Schnelligkeitstraining durchführten, etwa 20-30% geringere Demenzdiagnosen aufwiesen im Vergleich zu Kontrollgruppen, die andere Arten von kognitivem Training oder gar kein Training erhielten. Der schützende Zusammenhang blieb statistisch signifikant, selbst nachdem Faktoren wie Alter, Bildung und kognitive Grundfunktion kontrolliert wurden.

Dr. Adam Brickman, Neuropsychologe an der Columbia University, der nicht an der Studie beteiligt war, aber kognitive Alterung erforscht, merkte an: "Diese Ergebnisse ergänzen die wachsende Evidenz, dass gezielte kognitive Interventionen langfristige Effekte auf die Gehirngesundheit haben können."

Warum es wichtig ist

Diese Forschung ist wichtig, weil sie nahelegt, dass bestimmte Arten von Gehirntraining Schutzeffekte haben könnten, die weit über unmittelbare kognitive Verbesserungen hinausgehen. Während die Studie nicht beweist, dass Schnelligkeitstraining Demenz verhindert – Korrelation ist nicht Kausalität – zeigt sie doch, dass bestimmte kognitive Übungen im mittleren Alter mit besseren Gehirngesundheitsergebnissen Jahrzehnte später verbunden sind.

Für jemanden, der sich für seine eigene Kognition interessiert, bedeutet dies, dass die Gehirnübungen, die Sie heute machen, Jahre später zu Ihrer kognitiven Resilienz beitragen könnten. Die Studie weist speziell auf Verarbeitungsgeschwindigkeitstraining hin – Übungen, die Sie herausfordern, schnell zu denken und zu reagieren – als potenziell mit diesen langfristigen Zusammenhängen verbunden.

Die praktische Implikation ist, dass die Aufrechterhaltung der kognitiven Schnelligkeit durch regelmäßige mentale Herausforderungen eine Komponente eines umfassenden Ansatzes zur Gehirngesundheit sein könnte, neben körperlicher Bewegung, sozialer Teilhabe und richtiger Ernährung.

Was Sie tun können

Wenn Sie kognitives Schnelligkeitstraining in Ihre Routine integrieren möchten, erwägen Sie Aktivitäten, die schnelles Denken und rasche Verarbeitung erfordern. Dazu könnten zeitgesteuerte Rätsel, reaktionsbasierte Spiele oder Übungen gehören, die Sie herausfordern, Entscheidungen unter Zeitdruck zu treffen. Der Schlüssel ist Kontinuität – regelmäßiges Üben scheint wichtiger zu sein als gelegentliche intensive Sitzungen.

Denken Sie daran, dass kognitive Gesundheit vielschichtig ist, kombinieren Sie also Schnelligkeitstraining mit anderen evidenzbasierten Ansätzen wie körperlicher Bewegung, dem Erlernen neuer Fähigkeiten und der Pflege sozialer Kontakte.

Quelle: Google News: IQ & cognition

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