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Astrozyten: Die übersehenen Angstregulatoren des Gehirns

Astrozyten: Die übersehenen Angstregulatoren des Gehirns

Astrozyten, sternförmige Gehirnzellen, die lange als passive Helfer abgetan wurden, werden heute als aktive Regulatoren der Bildung, des Abrufs und der Abschwächung von Angsterinnerungen anerkannt.

Die Forschung: Wer, Was und Wie

Unter der Leitung von Lindsay Halladay, Assistenzprofessorin an der Abteilung für Neurowissenschaften der University of Arizona, und den leitenden Autoren Andrew Holmes und Olena Bukalo vom Labor für Verhaltens- und Genomische Neurowissenschaften der National Institutes of Health, wurde diese multizentrische Studie im April 2026 in Nature veröffentlicht. Das Team konzentrierte sich auf die Amygdala, eine für die Angstverarbeitung zentrale Gehirnregion, und verwendete ein Mausmodell, um die Gehirnaktivität mit fluoreszierenden Sensoren zu verfolgen.

Sie beobachteten, dass die Astrozytenaktivität sowohl während des Angstlernens als auch beim Abruf zunahm und abnahm, wenn Angsterinnerungen gelöscht wurden. Durch die Veränderung der Signale, die Astrozyten an Neuronen senden, fanden die Forscher heraus:

  • Die Verstärkung der Astrozyten-Signale machte Angsterinnerungen intensiver.
  • Die Abschwächung dieser Signale reduzierte die Angstreaktionen.

Die Störung der Astrozytenaktivität beeinträchtigte auch die Fähigkeit der Neuronen, normale angstbezogene Aktivitätsmuster zu bilden, was beeinflusste, wie Angsts das präfrontale Kortex erreichen – eine an Entscheidungsprozessen beteiligte Region. Dies zeigt, dass Astrozyten dazu beitragen, ein breiteres Angstnetzwerk über die Amygdala hinaus zu koordinieren.

Warum dies für Ihre Kognition wichtig ist

Diese Forschung verschiebt die traditionelle neuronenzentrierte Sicht auf Angst und hebt Astrozyten als Schlüsselakteure hervor, wie Ihr Gehirn ängstliche Erfahrungen lernt, speichert und verwaltet. Für alle, die sich für Kognition interessieren, unterstreicht sie, dass die Gehirnfunktion komplexe Interaktionen zwischen Zelltypen und nicht nur Neuronen umfasst. Das Verständnis dieser Prozesse kann Ansätze für Erkrankungen wie Angststörungen, bei denen Angsterinnerungen hartnäckig werden, informieren, indem möglicherweise die Astrozytenaktivität gezielt angesprochen wird, um dem Gehirn zu helfen, sich effektiver anzupassen.

Was Sie tun können

Obwohl dies Grundlagenforschung ist, können Sie die allgemeine Gehirngesundheit unterstützen, indem Sie Aktivitäten ausüben, die die neuronale Plastizität fördern, wie regelmäßige Bewegung, Achtsamkeitspraktiken und kognitive Herausforderungen wie Rätsel oder das Erlernen neuer Fähigkeiten. Diese Gewohnheiten können dazu beitragen, eine ausgewogene Gehirnfunktion aufrechtzuerhalten, einschließlich der komplexen Interaktionen zwischen Astrozyten und Neuronen.

Quelle: ScienceDaily Mind & Brain

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