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Gehirns 'Erregungsregler' entdeckt: Auswirkungen auf Parkinson und Sucht

Gehirns 'Erregungsregler' entdeckt: Auswirkungen auf Parkinson und Sucht

Forscher der Rutgers University haben einen Gehirnmechanismus identifiziert, der wie ein Regler die Intensität von Kampf-oder-Flucht-Reaktionen steuert. Durch die Kartierung der Interaktion zwischen Locus coeruleus und anteriorem cingulärem Kortex (ACC) fanden sie heraus, dass der ACC reguliert, wie stark der Körper auf Stress und Bewegung reagiert. Dies könnte zu neuen Therapien für Parkinson und Alkoholkrankheit führen.

Die Forschung

Unter der Leitung von Rafiq Huda und dem Studenten Nithik Chintalacheruvu veröffentlichte das Team seine Ergebnisse im Science Advances (Mai 2025). Sie nutzten Optogenetik bei Mäusen, um die ACC-Aktivität ein- und auszuschalten und dabei Pupillendurchmesser und Herzfrequenz zu messen. Wenn die ACC-Aktivität unterdrückt wurde, waren die Erregungsreaktionen gedämpft; wenn sie verstärkt wurde, nahmen Pupillenerweiterung und Herzfrequenz dramatisch zu. Der ACC scheint die 'Verstärkung' der durch den Locus coeruleus ausgelösten Erregung einzustellen. Die Studie wurde von der Rutgers University und den National Institutes of Health finanziert.

Warum es wichtig ist

Für Parkinson-Patienten könnte die Schwierigkeit, Bewegungen zu initiieren, auf einer fehlerhaften Verbindung zwischen Absicht und autonomer Erregung beruhen. Bei Menschen mit Alkoholkrankheit könnten stressbedingte Gelüste durch Herunterregeln der ACC-Aktivität gedämpft werden. Diese Forschung liefert einen Fahrplan für nicht-invasive Behandlungen wie Neurofeedback oder transkranielle Magnetstimulation zur Modulation des ACC.

Was Sie tun können

Obwohl es sich um Grundlagenforschung handelt, können Sie die Erregungsregulation Ihres Gehirns durch regelmäßige Bewegung unterstützen, die die autonome Kontrolle stärkt, sowie durch Achtsamkeitspraxis, die die kognitive Kontrolle trainiert. Probieren Sie Techniken zur Stressreduktion aus, um Ihren 'Regler' im Gleichgewicht zu halten.

Quelle: Neuroscience News

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