Eine einzige hohe Dosis Psilocybin bewirkt nicht nur einen temporären Trip – sie formt das Gehirn physisch und funktionell für mindestens einen Monat um, so eine neue Studie der UC San Francisco und des Imperial College London.
Die Forschung
Veröffentlicht am 5. Mai in Nature Communications, untersuchte die Studie 28 gesunde Freiwillige, die noch nie ein Psychedelikum eingenommen hatten. Die Teilnehmer erhielten eine 1-mg-Placebodosis und später eine 25-mg-Dosis, die eine starke psychedelische Erfahrung auslösen kann. Während der hohen Dosis zeigten EEG-Scans innerhalb von 60 Minuten einen massiven Anstieg der Hirnentropie – der Vielfalt der neuronalen Aktivität. Dieser entropische Zustand sagte voraus, wie viel emotionale Selbstwahrnehmung und Einsicht die Teilnehmer am nächsten Tag berichteten. Diese Einsicht wiederum sagte Verbesserungen des Wohlbefindens und der kognitiven Flexibilität vier Wochen später voraus. Einen Monat nach der Erfahrung zeigte die Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI), dass neuronale Bahnen dichter waren und mehr Integrität aufwiesen – das physische Gegenteil der im Alter beobachteten Ausdünnung. Die Forscher argumentieren, dass die subjektive Erfahrung für therapeutische Vorteile wesentlich ist.
Warum es wichtig ist
Diese Ergebnisse legen nahe, dass psychedelisch induzierte Hirnentropie starre Denkmuster "lockern" kann, sodass das Gehirn festgefahrene Denkweisen revidieren kann. Für jeden, der an kognitiver Leistung interessiert ist, zeigt dies, wie temporäre Zustände hoher Informationsverarbeitung zu anhaltender mentaler Flexibilität und Wohlbefinden führen können. Das Verständnis, dass Einsicht während der Erfahrung langfristige Veränderungen antreibt, unterstreicht die Bedeutung von Geisteshaltung und Kontext in jeder kognitiven Verbesserungsstrategie.
Was Sie tun können
Während Psilocybin an vielen Orten illegal ist und nur in klinischen Umgebungen verwendet werden sollte, können Sie kognitive Flexibilität durch Praktiken wie Meditation kultivieren, die ebenfalls die Hirnentropie erhöhen und Einsicht fördern. Regelmäßiges Achtsamkeitstraining hat gezeigt, dass es starres Denken reduziert und das emotionale Bewusstsein verbessert. Bleiben Sie neugierig, wie verschiedene Erfahrungen Ihre mentalen Gewohnheiten umgestalten.
Quelle: Neuroscience News
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