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Neue KI-Methode sagt Reaktionen auf Gehirnstimulation aus Minuten an Daten voraus

Neue KI-Methode sagt Reaktionen auf Gehirnstimulation aus Minuten an Daten voraus

Ein neues Framework, entwickelt von Forschern der Stanford University und der University of California, Santa Cruz, kann vorhersagen, wie Neuronen auf elektrische Stimulation reagieren, nachdem nur wenige Minuten Gehirnaktivitätsdaten analysiert wurden. Der Ansatz erreichte eine Genauigkeit von 90,6 % bei der Vorhersage von Reaktionen auf zuvor nicht gesehene Stimulationsmuster und könnte potenziell Therapien wie die Tiefe Hirnstimulation und Netzhautimplantate revolutionieren.

Die Forschung

Die Studie unter der Leitung von Amrith Lotlikar und Kollegen verwendete hochdichte Multi-Elektroden-Arrays (MEAs), um von der Makaken-Retina aufzuzeichnen. Sie sammelten Hunderte von Stunden an Stimulations- und Aufzeichnungsdaten mit einem 512-Elektroden-Array mit 30-Mikrometer-Abstand. Das Team entwickelte eine Methode, um biophysikalische Parameter von Multi-Kompartment-Hodgkin-Huxley (HH)-Modellen schnell nur aus extrazellulären Merkmalen abzuleiten, wobei differenzierbare Simulationen und simulationsbasierte Inferenz genutzt wurden. Traditionell erforderte das Anpassen von HH-Modellen invasive intrazelluläre Aufzeichnungen, was die Skalierbarkeit einschränkte. Mit diesem neuen Ansatz wurden die Modelle nur mit wenigen Minuten Aufzeichnung angepasst. Bei Tests mit neuartigen Multi-Elektroden-Stimulationsmustern stimmten die Vorhersagen mit den tatsächlichen neuronalen Reaktionen mit 90,6 % Genauigkeit überein, was den Bedarf an langwierigen Stimulationstests drastisch reduzierte.

Warum es wichtig ist

Für jeden, der neugierig auf die Gehirnfunktion ist oder Neurostimulationstherapien in Betracht zieht, deutet diese Forschung auf eine Zukunft hin, in der präzise, personalisierte Stimulationsprotokolle schnell und nicht-invasiv entworfen werden können. Anstatt stundenlanger Versuch-und-Irrtum-Anpassungen könnten Kliniker eine kurze Aufzeichnungssitzung nutzen, um einen digitalen Zwilling der neuronalen Schaltkreise des Patienten zu erstellen und optimale Stimulationsparameter vorherzusagen. Dies könnte die Ergebnisse bei Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie und Sehverlust verbessern. Darüber hinaus eröffnet die Fähigkeit, große neuronale Populationen aus extrazellulären Daten zu modellieren, Türen zum Verständnis, wie Netzwerke von Neuronen Informationen verarbeiten, was im Zentrum der Kognition steht.

Was Sie tun können

Obwohl diese Technologie noch nicht für den persönlichen Gebrauch verfügbar ist, können Sie Ihre Gehirngesundheit unterstützen, indem Sie sich kognitiv fordern und über Neurowissenschaften informiert bleiben. Fordern Sie Ihr Gehirn regelmäßig mit Rätseln, dem Erlernen neuer Fähigkeiten oder der Nutzung von Plattformen wie IQGenio, um die neuronale Plastizität zu erhalten. Wenn Sie oder ein Angehöriger Neurostimulationstherapien in Betracht ziehen, fragen Sie Ihren Arzt, ob fortschrittliche Modellierungstechniken zur Personalisierung der Behandlung eingesetzt werden.

Quelle: arXiv q-bio.NC

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