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Zwei Stunden Social Media täglich führen zu Depressionen bei Teenagern

Zwei Stunden Social Media täglich führen zu Depressionen bei Teenagern

Eine neue Studie mit fast 1.200 Jugendlichen liefert robuste Belege dafür, dass täglich zwei oder mehr Stunden auf Social Media das Risiko für depressive Symptome und ein geringeres Wohlbefinden zwölf Monate später signifikant erhöht. Der Effekt ist in der frühen Adoleszenz am stärksten, insbesondere bei Mädchen im Alter von 12–13 Jahren.

Die Forschung

Die Studie, veröffentlicht im Medical Journal of Australia und geleitet vom Murdoch Children's Research Institute (MCRI) und der Deakin University, verfolgte Teilnehmer im Alter von 9 bis 19 Jahren im Rahmen der Child to Adult Transition Study (CATS) in Melbourne. Die Forscher sammelten jährlich Daten zur Social-Media-Nutzung und zu psychischen Gesundheitsergebnissen, darunter Depressionen, Angstzustände, Wohlbefinden und Selbstverletzung. Sie fanden heraus, dass Jugendliche, die durchschnittlich zwei oder mehr Stunden täglich auf Social Media verbrachten, ein Jahr später deutliche Zunahmen von depressiven Symptomen und Rückgänge im Wohlbefinden zeigten, im Vergleich zu denen, die weniger als eine Stunde pro Tag nutzten. Die höchste Anfälligkeit trat in der frühen Adoleszenz (Alter 12–13) auf, wobei Mädchen in dieser Altersgruppe das höchste Risiko aufwiesen.

Dr. Nandi Vijayakumar vom MCRI betonte, dass die individuelle Effektgröße zwar bescheiden sei, die populationsweite Auswirkung jedoch erheblich, da fast alle Jugendlichen exponiert sind. Die Daten liefern eine Baseline für Australiens weltweit erste Social-Media-Altersbeschränkungen, die im Dezember 2025 eingeführt wurden.

Warum es wichtig ist

Für Teenager und Eltern zeigt diese Studie, dass nicht jede Bildschirmzeit gleich ist: Die Dosis (zwei Stunden pro Tag) und das Entwicklungsstadium (frühe Adoleszenz) sind entscheidend. Das Gehirn von Jugendlichen durchläuft schnelle Veränderungen in sozialer Sensibilität und Belohnungsverarbeitung, was es anfälliger für die negativen Auswirkungen von sozialem Vergleich, Cybermobbing und schädlichen Inhalten macht. Das Verständnis dieses Zeitfensters kann Familien helfen, gesündere Grenzen zu setzen.

Was Sie tun können

  • Grenzen setzen: Ermutigen Sie zu weniger als zwei Stunden Freizeit-Social-Media pro Tag, besonders für jüngere Teenager.
  • Digitale Kompetenz fördern: Besprechen Sie Online-Risiken und gesunde Gewohnheiten, wie das Kuratieren von Feeds und Pausen einzulegen.
  • Stimmung beobachten: Achten Sie auf Veränderungen im Schlaf, in der Stimmung oder sozialem Rückzug, die mit starker Nutzung einhergehen können.

Quelle: Neuroscience News

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