Eine neue Studie zeigt, dass die ‚schwachen‘ strukturellen Verbindungen des Gehirns – lange als Rauschen abgetan – für die menschliche Kognition, insbesondere für allgemeine Intelligenz und Gedächtnis, wesentlich sein könnten.
Die Forschung
Forscher unter der Leitung von Rong Wang am arXiv analysierten Gehirnscans aus mehreren Datensätzen mit verschiedenen Tractography-Pipelines. Sie fanden heraus, dass schwache Verbindungen, wenn die Konnektivitätsgewichte in einem nichtlinearen Rahmen interpretiert werden, messbare Beiträge zur Vorhersage kognitiver Leistungen, zur Simulation funktioneller Konnektivität und zur Verknüpfung von Gehirnstruktur und -funktion leisten. Die Effekte waren besonders stark für allgemeine kognitive Fähigkeiten und Gedächtnis, weniger für kristallisierte Intelligenz oder Verarbeitungsgeschwindigkeit. Das Team zeigte auch, dass die Erhaltung schwacher Verbindungen in reliabilitätsbewussten Konnektomen konsistent besser abschneidet als herkömmliche Schwellenwertstrategien. Eine bestimmte Klasse schwacher Verbindungen – die visuelle und motorische Systeme mit limbischen Regionen verbindet und durch negative Gen-Koexpression gekennzeichnet ist – hatte einen überproportional großen Einfluss auf die Gehirnfunktion.
Warum es wichtig ist
Diese Ergebnisse stellen die gängige Praxis in Frage, schwache Verbindungen aus Gehirnkarten zu entfernen. Für alle, die ihre kognitive Gesundheit optimieren möchten, deutet dies darauf hin, dass die feinkörnige Konnektivität des Gehirns bedeutender ist als bisher angenommen. Die Studie impliziert, dass Aktivitäten, die neuronales Wachstum und synaptische Plastizität fördern – wie das Erlernen neuer Fähigkeiten – diese übersehenen Pfade stärken könnten.
Was Sie tun können
Obwohl Sie keine spezifischen schwachen Verbindungen gezielt ansprechen können, können Sie die allgemeine Gehirngesundheit unterstützen, indem Sie geistig aktiv bleiben, regelmäßig Sport treiben und ausreichend schlafen. Diese Lebensstilfaktoren verbessern die Fähigkeit des Gehirns, sowohl starke als auch schwache Verbindungen aufzubauen und zu erhalten.
Quelle: arXiv q-bio.NC
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