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Zwei verschiedene Autismus-Subtypen über Gehirnkonnektivität entdeckt

Zwei verschiedene Autismus-Subtypen über Gehirnkonnektivität entdeckt

Ein internationales Forschungsteam hat anhand von Gehirnkonnektivität mindestens zwei verschiedene biologische Subtypen von Autismus identifiziert. Dazu nutzten sie einen enormen Datensatz mit über 1.900 fMRT-Scans und 20 Mausmodellen. Die Ergebnisse ebnen den Weg für eine Präzisionsmedizin, indem sie beobachtbare Gehirnmuster mit spezifischen molekularen Mechanismen verknüpfen.

Wie die Studie ablief

Unter der Leitung von Dr. Alessandro Gozzi am Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) und Dr. Adriana Di Martino am Child Mind Institute verwendete das Team Mausmodelle als biologischen „Stein von Rosetta“. Zunächst kartierten sie, wie sich bestimmte genetische und molekulare Defekte auf die Gehirnkonnektivität von Mäusen auswirkten, und erstellten Referenzmuster. Anschließend analysierten sie Gehirnscans von 940 autistischen Menschen und über 1.000 neurotypischen Kontrollpersonen aus der globalen Datenbank Autism Brain Imaging Data Exchange (ABIDE). Durch den Abgleich der menschlichen Daten mit den Maus-Signaturen isolierten sie zwei reproduzierbare Subtypen.

Die zwei Subtypen

  • Hypokonnektivitäts-Subtyp: Gekennzeichnet durch verminderte Kommunikation zwischen Gehirnregionen. Genexpressionsanalysen ergaben, dass diese Regionen reich an Genen sind, die an synaptischen Pfaden und zellulären Verbindungen beteiligt sind.
  • Hyperkonnektivitäts-Subtyp: Zeigte übermäßige Signalübertragung zwischen Gehirnregionen, verbunden mit immunbezogenen Systemen. Diese Gruppe erzielte moderat höhere Werte bei standardisierten Autismus-Schweregradmessungen.

Zusammen machten diese beiden Profile etwa 25 % der untersuchten Personen aus, und die Muster waren über mehrere internationale Forschungsstandorte hinweg konsistent.

Warum es wichtig ist

Seit Jahrzehnten wird die Autismus-Spektrum-Störung durch Verhaltenskriterien definiert, was die Entwicklung gezielter Behandlungen erschwert. Diese Studie liefert gehirnbasierte Biomarker, die eine personalisierte Versorgung leiten können – zum Beispiel Interventionen zur synaptischen Funktion für den Hypokonnektivitäts-Subtyp oder immunmodulierende Strategien für den Hyperkonnektivitäts-Subtyp. Die Arbeit wurde in Nature Neuroscience veröffentlicht.

Was Sie tun können

Diese Entdeckungen unterstreichen, dass unsere Gehirne einzigartig verdrahtet sind. Auch wenn Sie Subtypen nicht zu Hause diagnostizieren können, können Sie Ihre eigenen kognitiven Muster mit evidenzbasierten Werkzeugen erkunden. Bleiben Sie neugierig, wie Ihr Gehirn funktioniert – das Verständnis individueller Unterschiede ist der erste Schritt zur Optimierung Ihrer geistigen Leistungsfähigkeit.

Quelle: Neuroscience News

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