Wissenschaftler in Japan haben eine aufgeladene Form von Vitamin K entwickelt, die eines Tages dem Gehirn helfen könnte, sich selbst zu heilen, indem es neue Neuronen wachsen lässt. Die verbesserten Verbindungen, die am Shibaura Institute of Technology entwickelt wurden, waren dreimal wirksamer als natürliches Vitamin K bei der Umwandlung von neuralen Stammzellen in funktionierende Neuronen.
Die Forschung
Die Studie unter der Leitung von außerordentlichem Professor Yoshihisa Hirota und Professor Yoshitomo Suhara, veröffentlicht in ACS Chemical Neuroscience (3. Juli 2025), begann mit einem Problem: Natürliches Vitamin K (insbesondere Menaquinon-4 oder MK-4) unterstützt die neuronale Differenzierung, aber nicht stark genug für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Chorea Huntington.
Um die Wirksamkeit zu steigern, synthetisierte das Team 12 Hybridverbindungen, indem es Vitamin K mit Bestandteilen von Vitamin A (Retinsäure), einem bekannten Neuronenwachstumsförderer, kombinierte. Sie fügten auch eine Carbonsäure- oder Methylester-Seitenkette hinzu. Bei Tests an neuralen Vorläuferzellen von Mäusen stach eine Verbindung mit der Bezeichnung „Novel VK“ hervor. Sie zeigte eine dreifach höhere Aktivität bei der Induktion der Differenzierung zu Neuronen im Vergleich zu natürlichem Vitamin K. Die Hybridmoleküle bewahrten die Signalgebung sowohl von Vitamin K (über den SXR-Rezeptor) als auch von Retinsäure (über den RAR-Rezeptor).
Eine weitere Genexpressionsanalyse ergab, dass die Wirkung von Vitamin K teilweise durch den metabotropen Glutamatrezeptor 1 (mGluR1) vermittelt wird, ein Protein, das an der synaptischen Kommunikation beteiligt ist. Mäuse ohne mGluR1 zeigen motorische Probleme, was darauf hindeutet, dass dieser Rezeptor eine kritische Verbindung darstellt.
Warum es wichtig ist
Aktuelle Alzheimer-Medikamente wie Lecanemab und Donanemab können den kognitiven Abbau in frühen Stadien verlangsamen, aber sie können keine verlorenen Neuronen ersetzen. Diese Forschung weist auf einen regenerativen Ansatz hin - dem Gehirn zu helfen, sich selbst mit seinen eigenen Stammzellen wieder aufzubauen. Obwohl noch in präklinischer Phase, deutet die Entdeckung darauf hin, dass modifizierte Vitamine eines Tages Teil einer Therapie sein könnten, um durch Neurodegeneration verlorene Erinnerungen oder Bewegungsfunktionen wiederherzustellen.
Was Sie tun können
Auch wenn diese Verbindungen noch nicht verfügbar sind, können Sie heute die natürlichen Reparaturprozesse Ihres Gehirns unterstützen. Vitamin-K-reiche Lebensmittel wie Blattgemüse (Grünkohl, Spinat) und fermentiertes Soja (Natto) liefern MK-4- und MK-7-Formen, die mit der Gehirngesundheit in Verbindung stehen. Kombinieren Sie sie mit Vitamin-A-Quellen (Karotten, Süßkartoffeln) für eine Nährstoffsynergie ähnlich dem Ansatz der Studie. Auch regelmäßiges aerobes Training steigert den Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF), der das Wachstum neuer Neuronen fördert.
Quelle: ScienceDaily Mind & Brain
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