Mit dem Rauchen aufzuhören kann Ihr Demenzrisiko um 16 % senken – aber nur, wenn Sie anschließend eine Gewichtszunahme von 10 Kilo oder mehr vermeiden. Das ist die Kernbotschaft einer 10-Jahres-Studie, die am 20. Mai 2026 in Neurology veröffentlicht wurde.
Die Forschung
Unter der Leitung von Dr. Hui Chen von der Zhejiang University School of Medicine verfolgte die Studie 32.802 Personen mittleren und höheren Alters (Durchschnittsalter 61 Jahre), die zu Beginn frei von Demenz waren. Die Forscher befragten die Teilnehmer alle zwei Jahre zu Rauchen, Gewicht und Gesundheit und nutzten Gedächtnistests sowie Berichte von Angehörigen, um Demenzfälle zu identifizieren. Über 10 Jahre hinweg entwickelten 5.868 Personen eine Demenz.
Nach Bereinigung um Alter, körperliche Aktivität und Herz-Kreislauf-Gesundheit hatten ehemalige Raucher, die während der Studie mit dem Rauchen aufhörten, ein 16 % geringeres Demenzrisiko im Vergleich zu denen, die weiterrauchten. Der Vorteil benötigte etwa sieben Jahre, um das Risiko von Nie-Rauchern zu erreichen.
Es zeigte sich jedoch ein entscheidender Vorbehalt: Teilnehmer, die nach dem Aufhören 10 kg oder mehr zunahmen, zeigten keinen kognitiven Vorteil. Wer 0–5 kg zunahm, behielt die volle Risikoreduktion. Die Studie kontrollierte den Ausgangsgesundheitszustand und belegte keine Kausalität, aber der Zusammenhang ist stark.
Warum das wichtig ist
Viele Menschen sorgen sich vor Gewichtszunahme nach der Raucherentwöhnung. Diese Studie zeigt: Während das Aufhören zweifellos gut für Ihr Gehirn ist, können die metabolischen Folgen einer starken Gewichtszunahme diese Vorteile zunichtemachen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Gewichtskontrolle als Teil eines rauchfreien Lebensstils.
Was Sie tun können
- Hören Sie mit dem Rauchen auf – die 16 %ige Demenzrisikoreduktion ist real und baut sich über die Zeit auf.
- Achten Sie auf Ihr Gewicht nach dem Aufhören. Zielen Sie darauf ab, die Zunahme unter 5 kg zu halten, um die kognitiven Vorteile zu bewahren.
- Pflegen Sie gesunde Gewohnheiten wie regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, um das Gewicht zu kontrollieren und die Gehirngesundheit zu fördern.
Quelle: Neuroscience News
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