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Neue Verbindungen könnten Alzheimer-bedingte Gehirnentzündung blockieren, die mit dem APOE4-Gen zusammenhängt

USC-Forscher haben experimentelle Verbindungen entdeckt, die die mit der Alzheimer-Krankheit verbundene Gehirnentzündung reduzieren könnten, insbesondere bei Menschen, die das risikoreiche APOE4-Gen tragen. Die Verbindungen zielen auf ein Enzym namens cPLA2 ab, das schädliche Entzündungen im Gehirn anheizt.

Die Forschung

Wissenschaftler der University of Southern California unter der Leitung von Dr. Hussein Yassine an der Keck School of Medicine veröffentlichten ihre Ergebnisse am 26. Mai 2026 in Nature's npj Drug Discovery. Sie stellten einen Zusammenhang zwischen erhöhter Aktivität des Enzyms calciumabhängige Phospholipase A2 (cPLA2) und dem Alzheimer-Risiko her, insbesondere bei APOE4-Trägern – dem stärksten bekannten genetischen Risikofaktor. Um eine Behandlung zu finden, nutzte das Team computergestütztes Screening, um Milliarden von Molekülen zu bewerten, wobei Verbindungen priorisiert wurden, die cPLA2 selektiv hemmen, ohne ähnliche Enzyme zu beeinträchtigen, die für die normale Gehirnfunktion wichtig sind. Co-Autor Vsevolod Katritch von der USC Dornsife entwickelte die Screening-Methoden. Der Pharmakologe Stan Louie bereitete dann die vielversprechendsten Kandidaten für Tests vor. Eine führende Verbindung überquerte erfolgreich die Blut-Hirn-Schranke in Mausstudien und reduzierte die cPLA2-Aktivierung in menschlichen Gehirnzellen, die Alzheimer-ähnlichem Stress ausgesetzt waren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die selektive cPLA2-Hemmung eine vielversprechende Strategie für neurodegenerative Erkrankungen ist.

Warum es wichtig ist

Für die etwa 15–25 % der Menschen, die das APOE4-Gen tragen, bietet diese Forschung einen gezielten Ansatz, um das Alzheimer-Risiko potenziell zu senken, indem die Gehirnentzündung beruhigt wird, ohne die normale Gehirnfunktion zu stören. Der Fokus der Studie auf präzise Enzymmodulation – anstatt vollständiger Hemmung – zeigt einen sorgfältigen, evidenzbasierten Weg zu zukünftigen Behandlungen auf.

Was Sie tun können

Obwohl diese Verbindungen noch nicht verfügbar sind, können Sie jetzt Ihre Gehirngesundheit unterstützen: Halten Sie eine ausgewogene Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren ein, treiben Sie regelmäßig Sport und fordern Sie sich kognitiv. Die Verfolgung Ihrer kognitiven Fähigkeiten im Laufe der Zeit mit Werkzeugen wie IQ-Tests kann Ihnen helfen, Veränderungen zu bemerken und proaktiv zu bleiben.

Quelle: ScienceDaily Mind & Brain

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