Eine neue Studie zeigt, dass ein Nanosensor den Unterschied zwischen Autismus-Spektrum-Störung (ASD) und geistiger Behinderung (ID) erkennen kann, indem er Stickstoffmonoxid (NO) in patienteneigenen Stammzellen misst – selbst wenn beide Erkrankungen exakt dieselbe genetische Mutation aufweisen. Dies könnte zu einer objektiven, frühen Diagnose führen.
Die Forschung
Forscher der Abteilung für Chemie und Biochemie der Ohio University unter der Leitung von Howard D. Dewald und Abdullah Asif Khan verwendeten einen Kohlefaser-Nanosensor, um die Echtzeit-Produktion von NO in induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) von Patienten mit ASD, ID und gesunden Kontrollpersonen zu messen. Die am 29. Juni 2026 in NeuroMarkers veröffentlichte Studie ergab deutliche Unterschiede: ASD-Zellen produzierten etwa 6 Nanomol (nM) NO, ID-Zellen 11 nM und gesunde Kontrollen 65 nM. Bemerkenswerterweise konnte der Sensor ASD von ID unterscheiden, selbst wenn die Patienten-Zelllinien identische genetische Mutationen trugen. Das Team verwendete undifferenzierte iPSCs, wodurch die Notwendigkeit entfiel, sie zu Neuronen ausreifen zu lassen, was den Laborprozess vereinfacht. Durch die Verwendung von Stammzellen werden Störfaktoren wie Alter, Ernährung oder Medikamente vermieden, die Blut-basierte Biomarker beeinflussen.
Warum es wichtig ist
Derzeit werden ASD und ID oft durch Verhaltensbeobachtung diagnostiziert, was Jahre dauern kann. Dieser Nanosensor-Ansatz könnte eine differenzierte Diagnose innerhalb der ersten Lebensmonate anhand einer somatischen Zellprobe ermöglichen. Für Eltern und Kliniker könnte ein objektiver Biomarker frühere Interventionen und maßgeschneiderte Unterstützung bedeuten. Für die Kognitionswissenschaft zeigt es, dass Echtzeit-Molekularanalyse komplexe neurologische Entwicklungsstörungen entschlüsseln kann.
Was Sie tun können
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Quelle: Neuroscience News
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