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Leichter Schlafmangel treibt Gewichtszunahme und Inaktivität an – selbst 80 Minuten zählen

Wer sechs Wochen lang jede Nacht nur 80 Minuten weniger schläft, kann ein Pfund zunehmen und wird bewegungsärmer – selbst wenn man die zusätzlichen Wachstunden berücksichtigt. Das ist das Ergebnis einer neuen gepoolten Analyse von 95 Erwachsenen unter der Leitung von Dr. Marie-Pierre St-Onge an der Columbia University Vagelos College of Physicians and Surgeons.

Was die Studie ergab

Teilnehmer, die normalerweise 7–8 Stunden schliefen, wurden gebeten, ihre Schlafenszeit für sechs Wochen um 90 Minuten zu verschieben, was zu einem durchschnittlichen Schlafverlust von 80 Minuten pro Nacht führte. In dieser kurzen Zeit nahmen sie durchschnittlich ein Pfund zu. Auch die Inaktivität stieg: Die Teilnehmer waren täglich 17 Minuten länger sitzend tätig. Bei Männern und Frauen nach der Menopause betrug der Anstieg fast 30 Minuten – und dies lag nicht einfach daran, dass sie länger wach waren. Nach statistischer Kontrolle der zusätzlichen Wachzeit wählten die Menschen immer noch aktiv, weniger körperlich aktiv zu sein.

Die Forschung, die von einem Team veröffentlicht wurde, das auch zeigte, dass Schlafentzug die Insulinresistenz erhöht und Herz-Kreislauf-Entzündungen auslöst, unterstreicht, wie selbst ein leichter, chronischer Schlafmangel – den 30 % der Erwachsenen erleben – leise den Stoffwechsel beeinträchtigen kann.

Warum dies für Ihr Gehirn wichtig ist

Schlaf dient nicht nur der Erholung; er ist die Zeit, in der Ihr Gehirn Stoffwechselabfälle beseitigt und Erinnerungen festigt. Gewichtszunahme und Inaktivität sind mit einem höheren Risiko für Insulinresistenz und Herz-Kreislauf-Probleme verbunden, die wiederum die kognitive Funktion beeinträchtigen. Eine schlechte Stoffwechselgesundheit kann Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit beeinträchtigen – genau die Fähigkeiten, die IQ-Tests messen. Ein Pfund Gewichtszunahme mag trivial erscheinen, aber über ein Jahr summiert sich dieser Trend zu einer klinisch bedeutsamen Gewichtszunahme und kognitiven Belastung.

Was Sie tun können

Priorisieren Sie einen konsistenten Schlaf: Zielen Sie auf 7–9 Stunden pro Nacht. Schützen Sie Ihre Schlafenszeit – selbst eine Verzögerung von 90 Minuten kann Auswirkungen haben. Wenn Sie nicht mehr Schlaf bekommen können, versuchen Sie kurze Nickerchen (unter 30 Minuten) oder strategisches Koffein früher am Tag. Kleine Schlafschulden summieren sich schneller, als Sie denken.

Quelle: Neuroscience News

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