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Alzheimer-Studie: Amyloid-Beta und verminderte Durchblutung verstärken sich gegenseitig

Alzheimer-Studie: Amyloid-Beta und verminderte Durchblutung verstärken sich gegenseitig

Die Alzheimer-Krankheit könnte durch einen Teufelskreis angetrieben werden, in dem Amyloid-Beta-Proteine und eine reduzierte Durchblutung einander vorantreiben, so ein neues Ganzhirn-Modell von Forschern des Politecnico di Milano und der University of Oxford.

Die Forschung

Mattia Corti, Andrew Ahern, Alain Goriely, Ellen Kuhl und Paola F. Antonietti veröffentlichten eine Studie in Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering (2026), die ein Reaktions-Diffusions-System für die Amyloid-Beta-Dynamik mit einem porösen Medienmodell der Durchblutung durch arterielle, kapillare und venöse Netzwerke koppelt. Das Team verwendete hochgenaue diskontinuierliche Galerkin-Methoden und implizite Euler-Zeitschritte, um die resultierenden partiellen Differentialgleichungen auf realistischen Hirngeometrien zu lösen.

Ihre Simulationen zeigten Multistabilität – das bedeutet, dass ein ausreichend großer „Samen“ pathogener Amyloid-Beta notwendig ist, um einen vollständigen Krankheitsausbruch auszulösen. Noch auffälliger war, dass das Modell die „Two-Hit-Vascular-Hypothese“ stützte: Eine lokalisierte Minderdurchblutung, etwa durch eine leichte Verletzung, kann den gesunden Gleichgewichtszustand destabilisieren und dazu führen, dass sich die Amyloid-Beta-Pathologie im gesamten Gehirn ausbreitet.

Warum es wichtig ist

Diese Studie liefert einen mathematischen Rahmen für das Verständnis, wie vaskuläre Gesundheit und Proteinablagerungen bei Alzheimer interagieren. Für den allgemeinen Leser unterstreicht sie, dass die Aufrechterhaltung einer guten kardiovaskulären Gesundheit – durch Bewegung, Ernährung und Blutdruckkontrolle – dazu beitragen kann, das Alzheimer-Risiko zu senken, indem der anfängliche „Schlag“ der Minderdurchblutung verhindert wird.

Was Sie tun können

  • Regelmäßiges aerobes Training zur Steigerung der zerebralen Durchblutung.
  • Eine herzgesunde Ernährung (z. B. mediterrane Kost) zur Unterstützung der Gefäßfunktion.
  • Überwachung und Kontrolle von Blutdruck und Cholesterin mit Ihrem Arzt.

Quelle: arXiv q-bio.NC

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