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Langsam reifende Immunzellen des Gehirns könnten unsere Intelligenz erklären

Humane Mikroglia – die Immunzellen des Gehirns – brauchen Jahre, um zu reifen, und diese ungewöhnlich langsame Entwicklung könnte der Schlüssel zu unseren außergewöhnlichen kognitiven Fähigkeiten sein.

Die Forschung

Forscher am Zuckerman Institute der Columbia University entdeckten, dass menschliche Mikroglia etwa vier bis acht Jahre benötigen, um ihre Reife zu erreichen, während sie bei Mäusen in etwa drei Wochen reifen. Die unter der Leitung von Carlos Diaz-Salazar, PhD, durchgeführte Studie wurde in der Zeitschrift Neuron veröffentlicht.

Das Team konzentrierte sich auf SRGAP2, ein Gen, das nur beim Menschen dupliziert ist. Frühere Arbeiten aus dem Labor von Franck Polleux, PhD, zeigten, dass menschenspezifische Kopien dieses Gens die Synapsenreifung verlangsamen und die Anzahl der Synapsen in Neuronen erhöhen. In der neuen Studie fanden sie heraus, dass SRGAP2-Kopien in Mikroglia fast zehnmal häufiger vorkommen als in Neuronen.

Experimente mit menschlichen Zellen und Mäusen zeigten, dass diese Genkopien die Entwicklung der Mikroglia dramatisch verlangsamen. Dies deutet darauf hin, dass SRGAP2 ein langsames Entwicklungstempo über mehrere Gehirnzelltypen koordiniert, ein Phänomen, das als Neotenie bezeichnet wird und vermutlich der kognitiven Einzigartigkeit des Menschen zugrunde liegt.

Warum es wichtig ist

Mikroglia sind nicht nur Immunzellen; sie helfen, Gehirnschaltkreise zu formen, indem sie Synapsen beschneiden und die Kommunikation feinabstimmen. Ihre verlängerte Reifung könnte eine längere Phase synaptischer Verfeinerung während der Kindheit ermöglichen und möglicherweise Lern- und Gedächtnisflexibilität verbessern.

Das Verständnis dieser Mechanismen könnte Hinweise auf neurologische Entwicklungsstörungen wie Autismus und Schizophrenie geben, bei denen eine Fehlfunktion der Mikroglia beteiligt ist.

Was Sie tun können

Sie können Ihre Mikroglia zwar nicht beschleunigen, aber Sie können ihre Gesundheit durch regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, unterstützen. Diese Gewohnheiten fördern die allgemeine Gehirnfunktion und können synaptische Plastizität unterstützen.

Quelle: ScienceDaily Mind & Brain

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