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Erste Gehirnkarte des Histaminsystems verbindet Molekül mit ADHS und Depression

Erste Gehirnkarte des Histaminsystems verbindet Molekül mit ADHS und Depression

Forscher haben die erste multiskalige Karte des Histaminsystems im Gehirn erstellt und dabei enthüllt, dass dieses mit Allergien verbundene Molekül eine entscheidende Rolle als Neurotransmitter bei der Emotionsregulierung, der kognitiven Kontrolle und bei Störungen wie ADHS, Depression und Schizophrenie spielt.

Die Forschung

Ein Team vom King's College London und der Universität Porto unter der Leitung von Dr. Daniel Martins veröffentlichte die Studie am 12. Mai 2026 in Nature Mental Health. Sie integrierten genetische Daten, Molekularbiologie und Positronenemissionstomographie (PET)-Scans von lebenden Personen, um einen umfassenden Atlas darüber zu erstellen, wie Histamin im Gehirn wirkt.

Wichtige Ergebnisse sind: (1) Verschiedene Histaminrezeptoren sitzen sowohl auf erregenden als auch auf hemmenden Neuronen, was darauf hindeutet, dass Histamin zur Aufrechterhaltung des Erregungs-Hemmungs-Gleichgewichts beiträgt, das für eine gesunde Gehirnfunktion entscheidend ist. (2) Histaminbezogene Genexpression konzentriert sich in Knotenpunkten für Emotionsregulation, Stress, Angst, Entscheidungsfindung, Belohnung und Schlaf. (3) Diese Regionen überlappen sich signifikant mit Bereichen, die von ADHS, schwerer depressiver Störung, Schizophrenie und Anorexia nervosa betroffen sind.

Die Studie verwendete mehrere Datentypen – von Genetik bis Verhalten – um zu zeigen, dass Histamin-Dysfunktion ein „fehlendes Glied“ für neue Behandlungen sein könnte, die auf kognitive Dysfunktion, Müdigkeit und beeinträchtigte Motivation abzielen.

Warum es wichtig ist

Für jeden, der neugierig auf sein eigenes Gehirn ist, zeigt diese Forschung, dass Histamin nicht nur für Allergien da ist – es ist ein wichtiger Modulator von Stimmung, Konzentration und Gedächtnis. Das Verständnis seiner Rolle könnte zu besseren Behandlungen für Erkrankungen führen, die Millionen von Menschen betreffen. Darüber hinaus zeigt der multiskalige Ansatz, wie verschiedene Ebenen von Gehirndaten kombiniert werden können, um neue Erkenntnisse über die Kognition zu gewinnen.

Was Sie tun können

Obwohl diese Forschung grundlegend ist, können Sie Ihr eigenes Histaminsystem unterstützen, indem Sie Schlaf priorisieren und Stress bewältigen, da beides den Histaminspiegel beeinflusst. Zudem unterstützen eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung die allgemeine Neurotransmitter-Gesundheit.

Quelle: Neuroscience News

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