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Räumliche Organisation des Gehirns schwächt sich mit Alter und Demenz ab, wie MRT-Studie zeigt

Räumliche Organisation des Gehirns schwächt sich mit Alter und Demenz ab, wie MRT-Studie zeigt

Eine bahnbrechende Studie, veröffentlicht auf arXiv, zeigt, dass die räumliche Organisation des Gehirns mit zunehmendem Alter und fortschreitender Demenz an Komplexität verliert. Forscher aus Polen entwickelten eine neue Methode namens Multifraktale Raumfüllende-Kurven-Analyse (MFSCA), um MRT-Scans zu analysieren, und fanden eine klare Verschiebung von multifraktalen (komplexen, heterogenen) zu monofraktalen (einfachen, homogenen) Mustern im Gehirn.

Die Forschung

Unter der Leitung von Marta Lotka, Jacek Grela, Zbigniew Drogosz, Jeremi K. Ochab und Paweł Oświęcimka analysierte das Team MRT-Daten von Alzheimer-Patienten in verschiedenen Stadien der Demenz sowie von gesunden Kontrollpersonen verschiedenen Alters. Sie wandten MFSCA an, das 3D-Gehirnbilder mithilfe einer fraktalen raumfüllenden Kurve auf ein 1D-Signal projiziert und dabei lokale und weitreichende Organisation bewahrt. Die Methode quantifiziert dann die Multifraktalität – ein Maß für die Komplexität räumlicher Korrelationen.

Die Ergebnisse waren eindrucksvoll: Gesunde junge Gehirne zeigten eine starke Multifraktalität, was auf eine reiche, heterogene Struktur hinweist. Aber bei älteren gesunden Kontrollpersonen schwächte sich die Multifraktalität signifikant ab und näherte sich der Monofraktalität. Ähnlich verhielt es sich bei Demenzpatienten in frühen Stadien (leichte kognitive Beeinträchtigung): Sie hatten weniger Multifraktalität als gleichaltrige Kontrollpersonen, und Patienten mit fortgeschrittener Demenz zeigten einen noch größeren Verlust. Der Übergang von multifraktal zu monofraktal wurde sowohl über Altersgruppen (junge vs. ältere Kontrollpersonen) als auch über Krankheitsstadien (frühe Demenz vs. leichte kognitive Beeinträchtigung) hinweg beobachtet.

Warum es wichtig ist

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die räumliche Organisation des Gehirns mit Alter und Demenz verschlechtert, ihre komplexe, heterogene Struktur verliert und zufälliger wird. Der Grad der Multifraktalität könnte als nicht-invasiver Biomarker für neurodegenerative Veränderungen dienen. Für alle, die sich für Gehirngesundheit interessieren, unterstreicht diese Studie, dass kognitiver Abbau mit einem Verlust struktureller Komplexität verbunden sein könnte – etwas, das messbar ist, noch bevor Symptome auftreten.

Was Sie tun können

Obwohl dies frühe Forschung ist, könnte der Schutz der Komplexität Ihres Gehirns darin bestehen, geistig aktiv zu bleiben, Sport zu treiben und soziale Kontakte zu pflegen. Fordern Sie sich mit verschiedenen kognitiven Herausforderungen – Rätsel, Erlernen neuer Fähigkeiten – um vielfältige neuronale Netzwerke zu stimulieren. Behalten Sie zukünftige Forschung im Auge, die Multifraktalität mit Lebensstilfaktoren in Verbindung bringt.

Quelle: arXiv q-bio.NC

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