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Hirnprotein Arc breitet toxisches Tau bei Alzheimer aus, wie neue Studie zeigt

Hirnprotein Arc breitet toxisches Tau bei Alzheimer aus, wie neue Studie zeigt

Die Alzheimer-Krankheit schreitet voran, wenn sich toxisches Tau-Protein von kranken zu gesunden Neuronen ausbreitet. Eine neue Studie zeigt, dass ein Hirnprotein namens Arc als Vehikel fungiert, das Tau zwischen den Zellen transportiert.

Die Forschung

Forscher unter der Leitung von Dr. Jason Shepherd von der University of Utah Health und Erstautorin Dr. Mitali Tyagi fanden heraus, dass Arc normalerweise molekulare Botschaften zwischen Neuronen befördert, indem es sich in mikroskopisch kleine Bläschen namens extrazelluläre Vesikel (EVs) verpackt. Bei Alzheimer bindet toxisches Tau an Arc und reist in diesen EVs mit. Als sie Mäuse testeten, die genetisch kein Arc produzierten, enthielten die EVs so gut wie kein Tau, und die Ausbreitung der Pathologie verringerte sich um 99 %. Die im Fachjournal Cell veröffentlichte Studie bestätigte denselben Mechanismus auch in menschlichem Hirngewebe. Allerdings würde eine vollständige Abschaltung von Arc den Neuronen schaden: Ohne Arc sammelt sich toxisches Tau in kranken Zellen an und tötet sie schneller, da Arc den Neuronen hilft, länger zu überleben, indem es Tau-Aggregate ausschleust.

Warum es wichtig ist

Diese Entdeckung identifiziert ein neues Ziel „im Flug“: den extrazellulären Raum, in dem Tau-haltige EVs unterwegs sind. Anstatt zu versuchen, Tau aus Zellen zu entfernen oder Arc vollständig zu blockieren, könnten Therapien diese toxischen Vesikel abfangen und neutralisieren, bevor sie gesunde Neuronen erreichen. Für alle, die an Hirngesundheit interessiert sind, bedeutet dies, dass zukünftige Behandlungen das Fortschreiten von Alzheimer stoppen könnten, ohne Kollateralschäden zu verursachen.

Was Sie tun können

Obwohl dieser Befund präklinisch ist, können Sie Ihr Gehirn unterstützen, indem Sie Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit erhalten, sich kognitiven Herausforderungen stellen und eine ausgewogene Ernährung einhalten. Geistig aktiv zu bleiben – etwa durch das Lösen von Rätseln oder das Erlernen neuer Fähigkeiten – kann Ihre kognitive Reserve stärken.

Quelle: Neuroscience News

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