Larvenzebrafische nutzen einen präglomerulären Komplex (PG) und eine palliale Hierarchie, um sensorische Ströme zu sortieren und zu verschmelzen, und replizieren damit die exakte Rechenlogik des thalamokortikalen Netzwerks von Säugetieren. Dies beweist, dass multisensorische Integration auf universellen evolutionären Regeln beruht, so eine in Science veröffentlichte Studie.
Die Forschung
Unter der Leitung von Professor Emre Yaksi am Kavli Institute for Systems Neuroscience in Trondheim kartierten Wissenschaftler den funktionalen Bauplan eines lebenden Vorderhirns in Echtzeit mit Larvenzebrafischen. Sie entdeckten, dass das Fisch-Vorderhirn sensorische Signale mithilfe einer identischen räumlichen Leiter wie Menschen organisiert: verschiedene Ströme am Eingang sortiert und sie tiefer im Inneren zu multisensorischen Koinzidenznetzwerken kombiniert. Konkret fungiert der präglomeruläre Komplex (PG) als primärer sensorischer Torwächter, der Lichtsignale in eine Zone des Vorderhirns und Wasservibrationen in eine andere leitet – und damit die Rolle des Thalamus bei Säugetieren repliziert. Wenn Signale in das Pallium aufsteigen, weichen einsinnige Neuronen multisensorischen Zellen und schaffen eine funktionale Verarbeitungshierarchie. Das Team isolierte spezialisierte Neuronen, die völlig still bleiben, wenn nur ein Lichtblitz oder nur ein Wasserzittern präsentiert wird, aber nur aktiv werden, wenn beide gleichzeitig auftreten, und intensiv feuern, um die beiden getrennten Ereignisse zu einer einzigen kognitiven Erfahrung zu binden.
Warum es wichtig ist
Dieser Befund zeigt, dass die Rechenlogik, die erforderlich ist, um getrennte Sinne zu einer einzigen, nahtlosen Welt zu verweben, eine universelle evolutionäre Regel ist, kein Zufall der Säugetiere. Für Ihr eigenes Gehirn unterstreicht dies die Bedeutung der multisensorischen Integration für adaptives Verhalten – wenn die Welt unerwartet handelt, nutzt Ihr Gehirn kreuzsensorische Berechnungen, um Probleme zu beheben, kausale Zusammenhänge zu lernen und sich dynamisch anzupassen. Dies zu verstehen kann Sie inspirieren, Aktivitäten zu verfolgen, die mehrere Sinne gleichzeitig herausfordern, was möglicherweise die kognitive Flexibilität steigert.
Was Sie tun können
Um die multisensorische Integration Ihres Gehirns zu fördern, versuchen Sie Aktivitäten, die Sinne kombinieren: ein Musikinstrument lernen (Hören + Tasten), Kochen (Riechen + Schmecken + Tasten) oder Sportarten, die Hand-Augen-Koordination erfordern (Sehen + Bewegung). Diese Übungen können die neuronalen Netzwerke stärken, die für die Verschmelzung sensorischer Ströme verantwortlich sind.
Quelle: Neuroscience News
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