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Traumatherapie macht PTBS bei Psychosepatienten rückgängig: Größte Studie belegt Sicherheit und Wirksamkeit

Traumatherapie macht PTBS bei Psychosepatienten rückgängig: Größte Studie belegt Sicherheit und Wirksamkeit

Eine bahnbrechende Studie des King's College London zeigt, dass integrierte Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie bei Psychose (TF-CBTp) bei der Hälfte der Patienten mit gleichzeitig auftretender Psychose und PTBS sicher die PTBS-Diagnose beseitigt.

Die Forschung

Die STAR-Studie (Study of Trauma And Recovery), veröffentlicht in The Lancet Psychiatry, rekrutierte 305 Teilnehmer an fünf Standorten im Vereinigten Königreich über fünf Jahre. Unter der Leitung von Professor Emmanuelle Peters am Institute of Psychiatry, Psychology & Neuroscience (IoPPN) ist es die größte multizentrische randomisierte kontrollierte Studie zur Traumatherapie bei Menschen mit gleichzeitiger Psychose und PTBS.

Ergebnisse: Nach 9 Monaten integrierter TF-CBTp erfüllten 50 % der Behandlungsgruppe nicht mehr die klinischen Kriterien für PTBS, verglichen mit etwas über 20 % bei der üblichen Behandlung. Ähnliche Verbesserungen wurden bei komplexer PTBS beobachtet. Die Therapie hatte eine außergewöhnlich niedrige Abbruchrate von 6,5 %.

Die Teilnehmer zeigten signifikante Verbesserungen bei 22 von 27 gemessenen Ergebnissen, darunter moderate bis große Reduktionen der PTBS-Schwere sowie Verringerungen von Depression, Angst, Suizidgedanken, Paranoia und multisensorischen Halluzinationen.

Warum es wichtig ist

Historisch wurden Menschen mit Psychose von der PTBS-Forschung ausgeschlossen, aus Angst, dass die direkte Auseinandersetzung mit dem Trauma Halluzinationen oder Wahnvorstellungen verschlimmern könnte. Diese Studie räumt mit diesem Tabu auf und liefert robuste Beweise dafür, dass die direkte Verarbeitung von Traumagedächtnis sicher ist. Da PTBS bei Menschen mit Psychose bis zu fünfmal häufiger auftritt als in der Allgemeinbevölkerung – und Trauma oft psychotische Symptome prägt – eröffnet dies einen neuen, wirksamen Behandlungsweg.

Für alle, die sich für Kognition interessieren, zeigt diese Forschung, wie unbehandeltes Trauma mit anderen psychischen Erkrankungen verwoben sein kann und dass gezielte Therapie eine breit angelegte Genesung bewirken kann.

Was Sie tun können

Wenn Sie traumatische Symptome erleben, suchen Sie Therapeuten mit Ausbildung in traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie. Diese Studie zeigt, dass evidenzbasierte Therapie selbst in komplexen Fällen wirkt. Zur Selbsteinschätzung kognitiver Funktionen wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit können Sie ein kostenloses, validiertes Tool wie den iqgenio-Test in Betracht ziehen.

Quelle: Neuroscience News

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