Jugendliche mit Blutmarkern, die auf eine gestörte Fettstoffwechselstörung hinweisen, haben tendenziell eine langsamere Gehirnverarbeitungsgeschwindigkeit, so eine neue Studie.
Die Forschung
Forscher der Universität Ostfinnland analysierten Blutproben und kognitive Testergebnisse von 251 Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren. Sie suchten nach Markern für abnormalen Fettstoffwechsel, wie hohe Triglyceride und niedriges HDL-Cholesterin, und korrelierten diese mit der Leistung bei Tests, die die Verarbeitungsgeschwindigkeit und andere kognitive Funktionen messen.
Die Ergebnisse, veröffentlicht in Neuroscience News, zeigten einen direkten Zusammenhang: Schlechtere Lipidprofile waren mit langsamerer Verarbeitungsgeschwindigkeit verbunden, selbst nach Berücksichtigung von Faktoren wie Body-Mass-Index, körperlicher Aktivität und elterlicher Bildung. Der leitende Forscher der Studie, Dr. Eero Haapala, betonte, dass diese Effekte bereits vor Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sichtbar waren, was darauf hindeutet, dass vaskuläre und metabolische Gesundheit die Gehirnfunktion schon in jungen Jahren beeinflussen.
Die Studie ist Teil der Studie "Körperliche Aktivität und Ernährung bei Kindern" (PANIC), die die Gesundheits- und Lebensstilfaktoren der Teilnehmer im Laufe der Zeit verfolgt hat. Die Forscher verwendeten ein umfassendes Blutpanel und eine Reihe von kognitiven Tests, was robuste Beweise für den Zusammenhang liefert.
Warum es wichtig ist
Für Eltern und Jugendliche unterstreicht diese Forschung, dass ein gesundes Herz und ein gesunder Stoffwechsel für die kognitive Entwicklung entscheidend sind. Schlechte Lipidprofile sind möglicherweise nicht nur ein Problem für die zukünftige Herzgesundheit, sondern könnten auch die schulische Leistung und die tägliche kognitive Effizienz beeinträchtigen. Da die Verarbeitungsgeschwindigkeit grundlegend für Lernen, Denken und Reaktionszeit ist, können selbst subtile Beeinträchtigungen spürbare Auswirkungen haben.
Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit unterstützen diese Ergebnisse ein frühes Screening auf Lipidstörungen bei Jugendlichen, nicht nur zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch zum Schutz der kognitiven Gesundheit. Sie unterstreichen auch die Vernetzung der Körpersysteme und stellen die Vorstellung in Frage, dass Gehirngesundheit getrennt von körperlicher Gesundheit ist.
Was Sie tun können
Während Genetik eine Rolle spielt, sind Lebensstilentscheidungen wichtig. Regelmäßige körperliche Aktivität, eine Ernährung reich an Omega-3-Fettsäuren, Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sowie Stressbewältigung können die Lipidprofile und die Gehirnfunktion verbessern. Für eine laufende kognitive Bewertung und Training ziehen Sie in Betracht, unseren kostenlosen IQ-Test zu machen, um Ihre Verarbeitungsgeschwindigkeit und andere Fähigkeiten zu messen.
Quelle: Neuroscience News
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