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Einmalige Psilocybin-Dosis lindert Depressionen schnell – neue Studie

Einmalige Psilocybin-Dosis lindert Depressionen schnell – neue Studie

Eine einzige Dosis von 25 mg Psilocybin in Kombination mit Psychotherapie lindert die Symptome einer gewöhnlichen Depression schnell und signifikant – die Wirkung ist bereits nach 48 Stunden spürbar, so eine neue randomisierte klinische Studie.

Die Forschung

Veröffentlicht in JAMA Network Open von Forschern des Karolinska-Instituts umfasste die Phase-2-Studie 35 Erwachsene im Alter von 20–65 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer wiederkehrender Depression (MADRS-Score ≥22). Die Teilnehmer wurden per Zufall einer von zwei Gruppen zugeteilt: entweder einer einzelnen 25-mg-Psylocybin-Kapsel oder einem aktiven Placebo (Niacin, das ein spürbares körperliches Gefühl hervorruft). Beide Gruppen erhielten psychologische Unterstützung vor, während und nach der Einnahme. Am Dosierungstag lagen die Teilnehmer mit Augenmasken und Kopfhörern und konzentrierten sich auf ihr Inneres.

Das primäre Ergebnis war die Veränderung der Depressionssymptome (MADRS-Score) nach 8 Tagen. Die Psilocybin-Gruppe sank im Durchschnitt um 9,7 Punkte, verglichen mit nur 2,4 Punkten in der Placebo-Gruppe – ein klinisch bedeutsamer Unterschied. Die Wirkung hielt an Tag 15 und Tag 42 an. Bereits am zweiten Tag berichteten die Teilnehmer von einer Besserung. Nach sechs Wochen erreichten 53 % der Psilocybin-Gruppe eine vollständige Remission, verglichen mit 6 % in der Placebo-Gruppe. Nach einem Jahr waren dieselben 53 % immer noch in Remission, aber die Gruppenunterschiede schwächten sich ab, da sich einige Placebo-Teilnehmer auf natürliche Weise erholten.

Der Hauptautor Hampus Yngwe merkte an: „Psilocybin kann eine schnelle, klinisch bedeutsame Verbesserung bewirken, wenn eine rasche Symptomreduktion wichtig ist.“ Er warnte jedoch, dass die Langzeitwirkungen ungewiss sind und möglicherweise wiederholte Dosen erforderlich sind.

Warum es wichtig ist

Standard-Antidepressiva brauchen oft Wochen, um zu wirken, und helfen vielen Patienten nicht. Diese Studie legt nahe, dass Psilocybin eine Alternative für eine schnelle Linderung bieten könnte. Die psychedelische Erfahrung kann auch helfen, neuronale Schaltkreise „zurückzusetzen“: PET-Scans und Biomarker werden analysiert, um zu sehen, ob Psilocybin die synaptische Dichte verändert und beeinträchtigte Verbindungen repariert. Für den neugierigen Leser zeigt dies, wie schnell sich die Gehirnchemie ändern kann – relevant für jeden, der sich für kognitive Flexibilität und Stimmungsregulation interessiert.

Was Sie tun können

Obwohl Psilocybin außerhalb klinischer Studien nicht legal gegen Depressionen erhältlich ist, können Sie Ihre Gehirngesundheit durch nicht-medikamentöse Methoden unterstützen: regelmäßige Bewegung, Achtsamkeitsmeditation und eine ausgewogene Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien. Diese evidenzbasierten Gewohnheiten können Stimmung und kognitive Funktion auf natürliche Weise verbessern.

Quelle: Neuroscience News

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