Eine neue Studie zeigt, dass die langfristige Belastung durch Feinstaub (PM2.5) direkt mit einem schlechteren semantischen Gedächtnis zusammenhängt und den kognitiven Abbau über das normale biologische Altern hinaus beschleunigt.
Die Forschung
Forscher der UC Davis Health und von Kaiser Permanente analysierten Daten von 740 schwarzen Erwachsenen im Alter von 53 bis 94 Jahren aus der laufenden Studie zum gesunden Altern bei Afroamerikanern (STAR). Sie verfolgten die täglichen PM2.5-Werte an der Wohnadresse jedes Teilnehmers über Intervalle von 5, 10 und 17 Jahren. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Alzheimer's & Dementia: Behavior & Socioeconomics of Aging, zeigen, dass eine höhere langfristige PM2.5-Belastung mit niedrigeren Werten im semantischen Gedächtnis verbunden war – dem internen Lexikon des Gehirns für Fakten, Sprache und Allgemeinwissen. Der Effekt war mathematisch größer als der kognitive Abbau, der nach 10 Jahren normalen biologischen Alterns zu erwarten wäre. Interessanterweise waren Exekutivfunktionen und das verbale episodische Gedächtnis nicht betroffen, was darauf hindeutet, dass das semantische Gedächtnis besonders anfällig für Luftverschmutzung ist.
Warum es wichtig ist
Das semantische Gedächtnis ist entscheidend für Kommunikation, Verständnis und tägliche Unabhängigkeit. Die leitende Autorin Kathryn Conlon betont, dass diese Ergebnisse Luftverschmutzung als veränderbaren Risikofaktor für kognitiven Abbau hervorheben, insbesondere da schwarze Erwachsene 1,5- bis 2-mal häufiger an Demenz erkranken. Durch die Reduzierung der Belastung können Einzelpersonen und politische Entscheidungsträger potenziell die Demenzlast verringern.
Was Sie tun können
- Verfolgen Sie die tägliche Luftqualität über die AirNow-Website der EPA.
- Verwenden Sie HEPA-Filter in Innenräumen, halten Sie Fenster an Tagen mit hoher Luftverschmutzung geschlossen und stellen Sie die Fahrzeuglüftung im Verkehr auf Umluft.
Quelle: Neuroscience News
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