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Depression im Zusammenhang mit gestoppter Produktion neuer Gehirnzellen

Erwachsene mit Depressionen zeigen eine Einstellung der Produktion neuer Neuronen im Hippocampus, einer Gehirnregion, die für Gedächtnis und Emotionen entscheidend ist, so eine neue Studie der Columbia University. Diese Entdeckung vertieft nicht nur unser Verständnis von Depressionen, sondern weist auch auf mögliche neue Behandlungswege hin.

Die Forschung

Forscher unter der Leitung von Dr. Maura Dupont, Professorin für Psychiatrie am Vagelos College of Physicians and Surgeons der Columbia University, analysierten fast eine halbe Million Gehirnzellen von verstorbenen Erwachsenen mit und ohne Depression. Sie fanden heraus, dass bei Patienten mit schwerer depressiver Störung der Prozess der Neurogenese – die Bildung neuer Neuronen – erheblich gestört war. Dies ist eine der ersten Studien, die einen solchen Zusammenhang in menschlichen Gehirnen zeigt.

Das Team identifizierte auch breite molekulare Veränderungen über die Neurogenese hinaus. Zu den betroffenen Genen gehörten solche, die an der Bildung neuer Verbindungen zwischen Neuronen beteiligt sind, die Kommunikation zwischen Gehirnzellen unterstützen, zelluläre Energie liefern und intrazellulären Transport ermöglichen. Der primäre Schaltkreis des Hippocampus für die Bildung neuer emotionaler Erinnerungen, der trisynaptische Schaltkreis, zeigte Anzeichen von Entzündung und zellulärem Stress.

„Historisch wurde Depression als eine Krankheit des Neurotransmitter-Mangels angesehen, insbesondere von Serotonin“, sagt Dr. Dupont, „aber wir denken jetzt, dass Depression aus mehreren Problemen resultiert, die die Fähigkeit unserer Neuronen beeinträchtigen, sich an Stress und sich ändernde Umgebungen anzupassen. Ohne die Fähigkeit, neue Neuronen zu bilden, könnte es den Menschen an der Widerstandsfähigkeit mangeln, sich effektiv anzupassen.“

Die Studie wurde am 25. August 2026 in der Zeitschrift Science veröffentlicht und ist die erste, die direkte Beweise dafür liefert, dass die Neurogenese bei depressiven Erwachsenen zum Stillstand kommt.

Warum es wichtig ist

Der Hippocampus spielt eine Schlüsselrolle bei einer Funktion namens Mustererkennung – der Fähigkeit, ähnliche Erinnerungen zu unterscheiden und den emotionalen Ton vergangener Ereignisse von aktuellen zu trennen. Wenn die Neurogenese beeinträchtigt ist, schwächt sich diese Fähigkeit ab. Infolgedessen können neue Erfahrungen durch alte, schmerzhafte Erinnerungen getrübt werden, was zu einer negativen Verzerrung bei der Interpretation von Ereignissen führt.

Dr. Dupont erklärt: „Wenn Sie mit einem Freund unterwegs sind, der still ist, sehen Sie dies bei intakter Mustererkennung als einzigartiges Ereignis. Bei beeinträchtigter Mustererkennung vermischt es sich mit vergangenen Gefühlen der Ablehnung, und Sie nehmen an, dass er sauer auf Sie ist.“ Diese kognitive Verzerrung ist bei Depressionen häufig.

Diese Erkenntnisse könnten zu neuen Behandlungen führen, die gezielt die molekularen Wege steuern, die die Neurogenese kontrollieren, und Hoffnung für Menschen bieten, die nicht auf aktuelle Antidepressiva ansprechen.

Was Sie tun können

Während diese Forschung über Depressionen handelt, unterstreicht sie die Bedeutung eines gesunden Hippocampus für alle. Lebensstilfaktoren, die die Gehirngesundheit unterstützen – wie regelmäßige aerobe Bewegung, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren – fördern nachweislich die Neurogenese bei Tieren. Diese Gewohnheiten in Ihr Leben zu integrieren, kann dazu beitragen, kognitive Flexibilität und emotionale Widerstandsfähigkeit zu erhalten.

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Quelle: ScienceDaily Mind & Brain

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