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Amygdala-Aktivität sagt soziale Isolation von Jugendlichen Jahre im Voraus voraus

Amygdala-Aktivität sagt soziale Isolation von Jugendlichen Jahre im Voraus voraus

Eine neue Studie der University of California, Davis zeigt, dass die Gehirnreaktion eines Kindes auf emotionale Gesichter zwei Jahre später seine soziale Gesundheit vorhersagen kann – und der Effekt ist für Jungen und Mädchen dramatisch unterschiedlich.

Die Forschung

Unter der Leitung von Dr. Myles N. Arrington analysierte das Team Daten von 5.832 Teilnehmern im Alter von 8 bis 11 Jahren aus der Adolescent Brain Cognitive Development (ABCD)-Studie. Mittels fMRT wurde die Amygdala-Aktivität gemessen, während die Kinder Bilder von Gesichtern mit emotionalen Ausdrücken betrachteten. Zwei Jahre später wurden die reale Peer-Beteiligung und soziale Gesundheitsprofile erfasst.

Das wichtigste Ergebnis: Die Amygdala-Reaktivität war die einzige Gehirnregion des gesamten „sozialen Gehirn“-Netzwerks, die zuverlässig zukünftige soziale Ergebnisse vorhersagte. Aber die Richtung hing vom Geschlecht ab.

  • Bei Mädchen: Höhere Amygdala-Aktivität sagte eine stärkere Integration in die Peer-Gruppe und mehr Beteiligung mit Freunden voraus.
  • Bei Jungen: Höhere Amygdala-Aktivität sagte sozialen Rückzug und geringere Peer-Beteiligung voraus.

Dr. Arrington merkt an, dass die Amygdala nicht nur ein Angstzentrum ist; sie verarbeitet schnell soziale Hinweise aus Gesichtern. „Gesichter enthalten viele soziale Informationen“, sagte er. Die Studie wurde in Developmental Cognitive Neuroscience veröffentlicht.

Warum es wichtig ist

Diese Forschung legt nahe, dass biologische Unterschiede in der Gehirnentwicklung zugrunde liegen könnten, warum einige Jugendliche sozial gedeihen, während andere kämpfen. Die zeitliche Entwicklung der Amygdala unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern, was zu entgegengesetzten Verhaltensreaktionen auf denselben Reiz führt. Für Eltern und Pädagogen unterstreicht dies die Bedeutung maßgeschneiderter Unterstützung – ein „Einheitsansatz“ für die soziale Entwicklung könnte entscheidende individuelle Unterschiede übersehen.

Was du tun kannst

Wenn du ein Teenager oder Elternteil bist, denke daran, dass soziale Schwierigkeiten kein Charakterfehler sind – sie können eine biologische Grundlage haben. Das Aufbauen sozialer Fähigkeiten durch Übung, die Suche nach unterstützenden Peer-Gruppen und das Besprechen von Bedenken mit einem Berater können helfen. Für Erwachsene kann das Verständnis der eigenen sozialen Verkabelung des Gehirns beeinflussen, wie du Beziehungen angehst.

Quelle: Neuroscience News

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