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KI erkennt ADHS-Risiko Jahre vor der Diagnose durch Analyse von Gesundheitsakten

KI erkennt ADHS-Risiko Jahre vor der Diagnose durch Analyse von Gesundheitsakten

Eine neue Studie zeigt, dass künstliche Intelligenz das Risiko eines Kindes, an ADHS zu erkranken, Jahre vor einer klinischen Diagnose genau abschätzen kann. Durch das Aufdecken verborgener Muster in routinemäßigen elektronischen Gesundheitsakten von der Geburt bis zur frühen Kindheit identifiziert die KI Kombinationen von Entwicklungs- und Verhaltensmarkern, die menschliche Kliniker bei kurzen Besuchen übersehen könnten.

Die Forschung

Forscher der Duke University analysierten die Krankengeschichten von über 140.000 Kindern und erstellten eine massive Vergleichsbasis von Kindern mit und ohne ADHS. Sie trainierten ein spezialisiertes KI-Modell, um Daten von der Geburt bis zur frühen Kindheit zu untersuchen. Das Modell lernte, Kombinationen von Entwicklungs-, Verhaltens- und klinischen Ereignissen zu erkennen, die oft Jahre vor einer ADHS-Diagnose auftraten. Die am 27. April in Nature Mental Health veröffentlichte Studie ergab, dass das Modell bereits im Alter von 5 Jahren – lange vor dem durchschnittlichen Diagnosealter – sehr genau das zukünftige Risiko einschätzen konnte. Das Tool funktionierte konsistent über Patientenmerkmale wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Versicherungsstatus hinweg, was darauf hindeutet, dass es helfen könnte, bestehende Ungleichheiten in der ADHS-Versorgung zu verringern.

Warum es wichtig ist

ADHS betrifft Millionen von Kindern, doch viele bleiben jahrelang ohne Diagnose. Eine frühzeitige Identifizierung führt zu früherer Unterstützung, die mit besseren schulischen, sozialen und gesundheitlichen Ergebnissen verbunden ist. Dieses KI-Tool könnte als „klinisches Sicherheitsnetz“ dienen und Kinder markieren, die für ein Screening durch Hausärzte oder Spezialisten priorisiert werden sollten. Es ist kein „KI-Arzt“, sondern ein Mittel, um die Zeit und Ressourcen der Kliniker auf Kinder zu konzentrieren, die am meisten Hilfe benötigen.

Was Sie tun können

Wenn Sie Eltern oder Betreuungsperson sind, achten Sie bei Vorsorgeuntersuchungen auf Entwicklungs- und Verhaltensmeilensteine. Besprechen Sie Bedenken mit Ihrem Kinderarzt. Routineuntersuchungen generieren wertvolle Daten, die mit solchen Tools Risiken früher erkennen könnten.

Quelle: Neuroscience News

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